12.12.2020 15:45 |

Zahl neuer Fälle sinkt

Keine roten Corona-Zonen mehr in Italien

Wegen sinkender Corona-Zahlen dürfen in vielen Regionen Italiens die Restaurants und Bars ab Sonntag wieder öffnen. Rund fünf Wochen nach der Einrichtung von drei Risikozonen und eines Teil-Lockdowns ist die Zeit der Roten Zonen dann zunächst vorbei. Über die Weihnachtsfeiertage und Neujahr aber verschärft die italienische Regierung die Corona-Beschränkungen wieder drastisch.

Damit wird der Alltag für viele Italiener vorübergehend etwas einfacher. Denn in den Gelben Zonen dürfen - anders als in den beiden anderen Risikogebieten - die Lokale tagsüber wieder öffnen. Und die Menschen dort können ihre Wohnorte wieder frei verlassen. In ganz Italien müssen die Lokale allerdings weiter um 18 Uhr für Gäste schließen. Und ab 22 Uhr gilt eine Ausgangssperre bis zum frühen Morgen, für die es nur wenige Ausnahmen gibt.

Auch die anfangs stark betroffene Lombardei im Norden und Kalabrien im Süden werden wieder zu Gelben Zonen mit geringem Risiko. Gesundheitsminister Roberto Speranza hatte außerdem in Rom angeordnet, dass die Abruzzen als letzte Rote Zone in die mittlere, orange Kategorie wechseln.

Die Behörden in dem 60-Millionen-Einwohner-Land, in dem es immer wieder zu Protesten gegen die Beschränkungen kam, hatten am Freitag gut 18.700 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Das waren mehr als 5000 weniger als vor einer Woche. Trotzdem warnten Experten am Samstag vor zu frühem Optimismus.

Der Chef des nationalen Gesundheitsinstituts ISS, Silvio Brusaferro, sagte in Rom: „Die Zahl der Neuinfektionen ist noch immer bedeutend.“ Gesundheitsminister Speranza betonte, er blicke mit Sorge auf die Weihnachtszeit. Die Regierung hat ab 21. Dezember strenge Reisebeschränkungen für die Festtage erlassen. Einige Regionen fordern jedoch Lockerungen und mehr Ausnahmen.

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