Von der Spitze zu LASK

Mourinho sieht Leader Tottenham nur als “Pony“

Tottenham kommt am Donnerstag als Fußball-Premier-League-Tabellenführer zum Europa-League-Gastspiel beim LASK. Die „Spurs“ behaupteten ihre Spitzenposition am Sonntag mit einem 0:0 im Schlager beim zwei Zähler zurückliegenden Dritten Chelsea. Ganz anders ist die Stimmungslage hingegen bei Arsenal. Die „Gunners“ kassierten mit einem Heim-1:2 gegen die Wolverhampton Wanderers im 10. Ligaspiel bereits die fünfte Niederlage. Für Coach Mikel Arteta dürfte es allmählich eng werden.

Tottenham untermauerte die eigenen Titelambitionen, in dem man nach dem 2:0 gegen Manchester City auch das zweite Duell mit einem Meisterschaftsanwärter innerhalb etwas mehr als einer Woche ungeschlagen überstand. „Ein Unentschieden an der Stamford Bridge ist eigentlich eine gute Sache, und an der Spitze der Tabelle zu bleiben, ist auch eine gute Sache. Aber in meiner Kabine war niemand zufrieden damit, und das ist fantastisch“, sagte Tottenham-Coach Jose Mourinho nach dem Duell mit seinem Ex-Klub.

Von Titelspekulationen will der Portugiese aber nichts wissen. Favoriten seien nach wie vor andere. „Wir sind kein Pferd, wir sind ein Pony“, betonte Mourinho mit Blick auf das Titelrennen. Unabhängig davon freute sich der 57-Jährige über die Entwicklung seiner Truppe. „Es ist eine ganz andere Mentalität und Persönlichkeit“, versicherte der Portugiese. „Es war ein Spiel, in dem wir sie respektiert haben und sie uns. Jeder befand sich in der Situation, in der ein Fehler das Spiel entschieden hätte, besonders in den letzten 15 Minuten.“ Chancen waren auf beiden Seiten Mangelware, Chelsea war tonangebend und brachte drei Schüsse aufs Tor, der Gegner gar über mehr als 90 Minuten nur einen.

Defensive als Trumpf - LASK gefordert
Großer Trumpf ist wenig ungewöhnlich unter Mourinho die Defensive. Das unterstrich auch Chelsea-Coach Frank Lampard: „Es ist schwierig, gegen Tottenham Chancen zu kreieren, weil sie als ganzes Team zentral verteidigen.“ In den jüngsten vier Pflichtspielen blieben die „Spurs“ ohne Gegentor, nur neun erhaltene Gegentore sind in der Liga das Maß aller Dinge. Die Aufgabe für den LASK, der im ersten Duell bei Tottenham mit 0:3 unterlegen war, könnte am Donnerstag kaum schwieriger sein, auch da die Engländer den Aufstieg in der Europa League noch nicht in der Tasche haben.

Arsenal: Schlechteste Ausbeute aller Zeiten
Bei Rapid-Gegner Arsenal ist das nach vier Siegen anders, dafür liegen die Londoner in der Meisterschaft als 14. weit hinter den Erwartungen zurück. 13 Punkte nach zehn Runden sind die schlechteste Ausbeute aller Zeiten. Vergangene Saison hatte man zu diesem Zeitpunkt drei Zähler mehr, worauf der Spanier Unai Emery entlassen worden war. Dessen Nachfolger und Landsmann Arteta sitzt also alles andere als fest im Sattel. Deshalb macht sich der 38-Jährige aber keine Sorgen.

„An dem Tag, an dem ich entschieden habe, Trainer zu werden, habe ich gewusst, dass einmal der Tag kommen wird, dass ich entlassen werde oder einen Klub verlassen werde, aber ich weiß nicht, wann das passieren wird, und mache mir darüber keine Gedanken“, gab Arteta Einblick. Er sei völlig darauf fokussiert, das Beste aus seinen Spielern herauszuholen. Die holten allerdings aus den jüngsten drei Partien nur einen Punkt bei einem Torverhältnis von 1:5. In der Liga traf man insgesamt erst zehnmal.

Ein hoher Berg
„Ich bin dafür verantwortlich, dass wir mehr Tore erzielen. Es gibt keine Ausreden, wir müssen uns steigern“, war sich der Arsenal-Coach bewusst. Dieses Unterfangen schätzte er aber als schwierig ein. „Der Berg, den wir besteigen müssen, ist ein hoher“, so Arteta. Rapid kann darauf hoffen, dass Arsenal am Donnerstag nur ein B-Team ins Rennen schickt, hat doch das Nord-London-Derby bei Tottenham am Sonntag Priorität. Da sind übrigens bis zu 2.000 Zuschauer im Stadion erlaubt.

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