21.11.2020 12:53 |

Ob er will oder nicht:

Twitter nimmt Trump im Jänner Präsidentenkonto ab

Die Kontrolle des offiziellen Twitter-Kontos des US-Präsidenten wird Amtsinhaber Donald Trump am 20. Jänner entzogen und dem gewählten neuen Präsidenten Joe Biden übergeben. Auch alle anderen Kanäle, die zum Weißen Haus gehören, werden der Regierung Biden übergeben.

Das kündigte der Kurznachrichtendienst gegenüber dem US-Politmagazin „Politico“ an. Man werde die Konten auch dann an die Biden-Administration übergeben, wenn Trump dessen Sieg nicht anerkenne, wurde angekündigt.

Auch Vizepräsident und First Lady betroffen
Bei den betroffenen Twitter-Konten handelt es sich einerseits um den offiziellen Präsidenten-Account @POTUS, den @whitehouse-Account des Weißen Hauses sowie die Twitter-Konten des Vizepräsidenten und der First Lady. Die Tweets der Konten werden archiviert, anschließend werden alle gelöscht und das Konto für den nächsten Amtsinhaber zurückgesetzt.

Twitter erklärte gegenüber „Politico“: „Twitter bereitet aktiv die Unterstützung der Übergabe der institutionellen Twitter-Konten des Weißen Hauses am 20. Jänner 2021 vor. Wie wir es auch bei der präsidentiellen Übergabe 2017 getan haben, wird dieser Prozess in enger Abstimmung mit der National Archives and Records Administration erfolgen.“

Dort werden alle Tweets der Trump-Amtszeit für die Nachwelt archiviert - jedenfalls jene, die der lieber mit seinem Privatkonto @RealDonaldTrump twitternde amtierende US-Präsident am offiziellen Präsidenten-Kanal abgeschickt hat. Die Tweets des Trump-Vorgängers Barack Obama können in einem eigens erstellten Archiv bereits eingesehen werden.

Trump wird auf Twitter wieder Privatmann
Seinen privaten Twitter-Account wird Donald Trump natürlich auch nach der Amtsübergabe behalten. Allerdings werde dieser nicht mehr den speziellen Regeln unterliegen, die ihm als US-Präsident eingeräumt wurden, kündigte Twitter an. Für Trump werde nach der Amtsübergabe dasselbe Regelwerk gelten wie für alle anderen Nutzer.

Bei der US-Präsidentenwahl Anfang November hat Trumps Herausforderer, der Demokrat Joe Biden, der unter Obama Vizepräsident war, das Rennen gemacht. Trump will seine Niederlage bislang jedoch nicht eingestehen und wirft seinem Kontrahenten Wahlbetrug vor, ohne Beweise vorzulegen. Trumps Anwälte sind ausgeschwärmt, um die Wahlergebnisse in einigen US-Bundesstaaten anzufechten, waren bislang jedoch erfolglos.

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