03.11.2020 09:29 |

Beben in Ägäis

Vierjährige nach 91 Stunden aus Trümmern gerettet

Es ist ein kleines Wunder: 91 Stunden nach dem schweren Erdbeben in der Türkei ist ein vierjähriges Mädchen aus den Trümmern eines Wohnhauses in der Stadt Izmir gerettet worden. Das Mädchen ist bereits das zweite Kind, das unfassbar lange unter dem Schutt überlebt hat - erst am Montag war eine Dreijährige nach fast drei Tagen gerettet worden.

Ein Rettungshelfer sagte dem Fernsehsender TRT nach der Rettung: „Ich habe ihre Stimme gehört. Ich habe meinen Kopf durch eine Lücke gesteckt. Sie hat gesagt: ,Ich habe so Durst.‘“ Sie habe nach Wasser und Ayran (Getränk mit Joghurt) gefragt. Bereits am Montag war ein dreijähriges Mädchen 65 Stunden nach dem Erdbeben aus den Trümmern gerettet worden.

Mehr als 100 Tote durch Erdbeben
Von dem schweren Erdbeben am Freitagnachmittag in der Ägäis waren Teile der Westtürkei und auch Griechenlands erschüttert worden. Nach neuesten Angaben kamen mehr als 100 Menschen in der Türkei ums Leben, auf der griechischen Insel Samos wurden zwei Jugendliche von Trümmern einer einstürzenden Mauer erschlagen. Das Zentrum des Bebens lag im Meer vor der türkischen Provinz Izmir. Die türkische Katastrophenbehörde gab seine Stärke mit 6,6 an, die US-Erdbebenbehörde USGS sogar mit 7,0.

In der Türkei verlaufen mehrere Verwerfungslinien. Das Land wird immer wieder von schweren Erdbeben erschüttert. Erst im Jänner waren bei zwei Beben in den osttürkischen Städten Elazig und Malatya mehr als 40 Menschen getötet worden.

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