28.10.2020 21:23 |

Erste Bank Open 2020

Medwedew gestaltet verspätetes Wien-Debüt souverän

Nach Novak Djokovic (1), Dominic Thiem (3) und Andrej Rublew (8) hat mit Daniil Medwedew (6) auch der vierte Top-8-Spieler der Weltrangliste sein Auftaktmatch beim Erste Bank Open ohne Satzverlust gewonnen! Der Russe besiegte am Mittwochnachmittag Jason Jung glatt 6:3, 6:1, doch spielte der Taiwanese recht gefällig mit.

Es ist Medwedews erstes Antreten beim Wiener ATP-Turnier. Im Vorjahr hatte der Russe sein Antreten kurzfristig wegen Erschöpfung absagen müssen, nachdem er es in den sechs Turnieren davor stets ins Finale und dreimal davon bis zum Titel geschafft hatte. „Ich wollte damals das siebente Finale in Folge, aber ich war wirklich körperlich fertig“, sagte der 24-jährige Medwedew im Vorfeld der Jung-Partie. „Jetzt bin ich glücklich, endlich hier zu spielen. Ich hoffe auf eine gute Woche.“

Er habe Gutes über das Turnier gehört, war schon zwei-, dreimal privat mit dem Auto in Wien. Aber in der „Bubble“ der Tennis-Woche sei es natürlich nicht das gleiche wie beim Sightseeing. Die ganze Konzentration müsse aber sowieso der Veranstaltung gelten. „Das Turnier ist wirklich stark besetzt, schon das Halbfinale wäre ein Erfolg. Man spielt nicht so oft schon zu Beginn gegen Top-10-Spieler. Das kann dann in London nicht viel anders sein“, sprach Medwedew die ATP-Finals an, für die er bereits fix qualifiziert ist. Im Achtelfinale trifft Medwedew nun auf Vasek Pospisil. Der Qualifikant sorgte auf dem Nebenplatz in einem kanadischen Duell für eine Überraschung, indem er Youngster Felix Auger-Aliassime mit 7:5, 7:5 in die Schranken wies.

Wie davor der Russe Medwedew gestaltete im Anschluss auch Stefanos Tsitsipas sein allererstes Antreten beim Wiener ATP-Turnier erfolgreich. Der Grieche musste aber als einziger der Top-5 der Setzliste einen Satz abgeben, am Ende stand freilich ein 6:7(3), 6:3, 6:4 gegen den Deutschen Jan-Lennard Struff. Nun kommt es für den 22-Jährigen am Donnerstag zur Neuauflage des French-Open-Achtelfinales gegen Grigor Dimitrow. Und die Nummer fünf der Weltrangliste schob dem Bulgaren sogar die Favoritenrolle zu. „Er ist in guter Form“, meinte er über den 29-jährigen Dimitrow, den Weltranglisten-20.

„Mein Ziel ist, nahe an der Perfektion zu spielen, aber nicht mit zu hohen Erwartungen. Ich schaue von Spiel zu Spiel.“ Er sei aber froh, dass er gut in die Indoor-Saison gestartet sei. Tsitsipas: „Je mehr ich spiele, desto besser sollte es werden. Ich muss Lösungen finden und mein Spiel einfach gestalten. Da bin ich auf einem guten Weg.“ Weiter kam auch der italienische Hoffnungsträger Jannik Sinner. Im Duell zweier Youngster besiegte der 19-Jährige den 21-jährigen Norweger Casper Ruud 7:6(2), 6:2. Sinners Achtelfinale wird ebenso am Donnerstag gespielt, und zwar geht es gegen den als Nummer fünf eingestuften Russen Andrej Rublew.

Überraschend kam zum Tagesausklang ein glattes 7:5, 6:1 von Kevin Anderson im zweiten Achtelfinale gegen Pablo Carreno Busta. Der Wien-Sieger von 2018 hatte in der Runde davor gegen den Niederösterreicher Dennis Novak drei Matchbälle abgewehrt. Carreno Busta leistete aber im Grunde nur im ersten Satz ernsten Widerstand, im zweiten Durchgang hatte Anderson recht leichtes Spiel. Am Freitag spielt der 34-Jährige gegen den Sieger aus Pospisil gegen Medwedew.

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