03.10.2020 14:43 |

Alte Bekannte

Gegner Korda nannte einst seine Katze nach Nadal

Als sein Vater Petr Korda 1998 die Australian Open gewann, war Sebastian Korda noch gar nicht geboren. Erst zwei Jahre später erblickte der Sohn des früheren Weltklasse-Tennisspielers das Licht der Welt. Dass er in die Fußstapfen seines Vaters treten wollen würde, war dagegen schon früh klar. Denn bereits als kleiner Bub tummelte sich Korda junior auf den Tennisplätzen. Nun steht er im Achtelfinale der French Open und fordert am Sonntag Superstar Rafael Nadal, nach dem er einst seine Katze benannte.

Zwar bewies Sebastian Korda auch als Eishockey-Spieler sein Talent, doch ein „magischer Abend“ bei den US Open in New York sorgte für die Entscheidung: Tennisball statt Puck. Gemeinsam mit seinem Vater saß er 2009 im Arthur Ashe Stadium auf der Tribüne und verfolgte das Match von dessen Schützling Radek Stepanek gegen Novak Djokovic. „Ich fand, das war das Coolste überhaupt“, sagte Sebastian Korda. „Danach habe ich gesagt: Das ist genau das, was ich machen will.“

Eishockey oder Tennis?
Eine weise Entscheidung, an der auch noch ein anderer Tennisstar großen Anteil hatte: Rafael Nadal. Der zwölffache Paris-Champion ist das große Vorbild des in Bradenton im US-Bundesstaat Florida geborenen Korda. „Er ist einer der Gründe, warum ich Tennis spiele. Von ihm habe ich mir diese Nie-Aufgeben-Mentalität abgeschaut. Wann immer ich auf dem Platz stehe, will ich so sein wie er“, sagte der 20-Jährige.

„Ich liebe diesen Typ“
Die Bewunderung schlug sogar erstaunliche Blüten. „Als Kind habe ich meine Katze nach ihm benannt. Ich denke, das sagt viel darüber aus, wie sehr ich diesen Typ liebe“, gestand Korda. Mit dem Einzug in die dritte Runde hat Korda, dessen beide Schwestern sehr erfolgreiche Golfspielerinnen sind, bereits den größten Erfolg seiner Karriere gefeiert. Er steht damit in Paris für eine Generation, die unerschrocken auftritt und sich mit den schwierigen Corona-Bedingungen offenbar gut zurechtfindet. Gleich drei Duelle zwischen frechen Nachwuchsspielern und etablierten Stars stehen am Sonntag in Paris auf dem Programm: Korda fordert Nadal, der 19-jährige Italiener Jannik Sinner trifft auf Alexander Zverev und der 20-jährige Hugo Gaston spielt gegen US-Open-Champion Dominic Thiem.

Auf Rücksichtnahme der Stars dürfen Korda und Co. aber nicht hoffen. „Ich freue mich, das zu hören“, sagte Nadal über Kordas Bewunderung. „Er spielt großartig, er ist jung, er hat viel Energie. Er hat sehr viele Zutaten, ein großer Star unseres Sports zu werden. Er hat eine große Zukunft vor sich, aber hoffentlich noch nicht jetzt“, sagte Nadal, in Paris wie in jedem Jahr der große Favorit auf den Titel.

Sollte es mit einem Coup gegen den Mallorquiner am Sonntag noch nicht reichen, ist auf jeden Fall klar, wem Korda, Nummer 213 der Welt, danach die Daumen drückt: dem Namensgeber seiner Katze.

krone Sport
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