17.09.2020 10:50 |

Airlines am Boden

Lufthansa kappt Stellen: 28.000 Jobs in Gefahr

Die in der Corona-Krise unter Druck geratene Fluggesellschaft British Airways (BA) ringt um ihr Überleben, Tausende Jobs sind in Gefahr. Doch auch bei anderen Airlines wackeln Arbeitsplätze. In Frankfurt schockte Luthansa-Chef Carsten Spohr mit der Ankündigung, noch mehr sparen zu müssen. Die Geschäftsaussichten hätten sich durch Reisewarnungen und Quarantänebestimmungen weiter verschlechtert, 28.000 Jobs seien in Gefahr.

In Wien bangt wegen der Corona-Ausbreitung die Lufthansa-Tochter AUA (Austrian Airlines) um ihr wichtigstes Geschäft, den Flugverkehr nach Deutschland. Unser Nachbarland hat Wien bekanntlich als Risikogebiet eingestuft. Diese Reisewarnung könnte neuerliche Kapazitätskürzungen der AUA nach sich ziehen. Die Airline liegt auf dem Weg zur langsamen Rückkehr in frühere Verhältnisse schon jetzt hinter Plan.

Im Lauf des Herbst wollte man wieder bei 40 bis 50 Prozent der ursprünglichen Kapazitäten liegen. „Aktuell fliegen wir rund 30 Prozent von dem, was wir normalerweise fliegen“, sagte AUA-Chef Alexis von Hoensbroech im „Kurier“. „Vielleicht wird es noch etwas nach oben gehen, aber sehr viel mehr wird es leider heuer nicht werden können.“ Erst Anfang September wurden Rückerstattungen für stornierte Flüge bis Juni abgewickelt. Viele Kunden warten noch immer auf ihr Geld.

„Schlimmste Krise“
Drastische Worte fand British Airways-Chef Cruz zur Lage der Branche und namentlich auch seiner Airline: Er befürchtet Pleiten von Fluggesellschaften. „Wir ergreifen alle möglichen Maßnahmen, um sicherzustellen, dass wir diesen Winter tatsächlich überstehen können. Wir sind weiterhin besorgt über die Entwicklung des Restes der Wintersaison.“ Und: „Dies ist die schlimmste Krise, die British Airways in ihrer 100-jährigen Geschichte durchgemacht hat.“

Umsätze der Vorjahre unerreichbar?
Lufthansa-Chef Spohr habe seinen Mitarbeitern erklärt, es sei fraglich, ob die Lufthansa jemals wieder die Umsätze der Jahre 2017 bis 2019 erreichen könne, berichtete die „Süddeutsche Zeitung“. Statt wie bisher geplant 22.000 Arbeitsplätze müssten eher 28.000 gestrichen werden. Kündigungen werde es auch bei den Piloten geben, im ersten Quartal 2021 bei Germanwings, im vierten Quartal 2021 dann bei Lufthansa selbst. Es sei fraglich, ob die Lufthansa jemals wieder die Umsätze der Jahre 2017 bis 2019 erreichen könne.

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