07.09.2020 12:55 |

„Keine Überlegung“

Beförderung? Marko gibt Sensationsmann einen Korb

Zwölf Jahre und eine Namensänderung später bejubelt das Red-Bull-Zweitteam AlphaTauri am selben Ort wieder eine der größten Überraschungen der Formel-1-Geschichte. Der unerwartete Premierensieg des Franzosen Pierre Gasly am Sonntag in Monza verzückt die Branche. Dennoch gibt es einen Korb von Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko: Eine erneute Beförderung des 24-Jährigen ist derzeit aber kein Thema.

Gasly, ein Fahrer aus dem Nachwuchsprogramm von Red Bull, hat ausgerechnet beim Monza-Klassiker wie 2008 Sebastian Vettel die Chance am Schopf gepackt und nach einem speziellen Rennverlauf und einigen Schwächen der Platzhirsche zugeschlagen. Im erlauchten Kreis der Großen hatte er zuvor nicht reüssiert: Nach seiner Promotion von Toro Rosso, das heute AlphaTauri heißt, ins stärkere Schwester-Team Red Bull vor der Saison 2019, wurde Gasly aufgrund enttäuschender Ergebnisse noch im selben Sommer degradiert, ausgetauscht durch Alexander Albon. Gasly musste zum kleineren Rennstall zurückkehren.

Am Sonntag hat sich Gasly von Qualifying-Rang zehn und einer am Ende beherzten Verteidigung gegen Verfolger Carlos Sainz jr. wieder in den Vordergrund gefahren. Als erster Franzose seit Olivier Panis 1996 in Monaco gewann er in der Königsklasse. „Ich habe gesagt, es muss endlich wieder ein Franzose einen Grand Prix gewinnen. Dass das ich bin, ist verrückt“, sagte der nunmehr WM-Achte.

Pendler zwischen Red-Bull-Welten
Zwei der nun vier Podestplätze des Aufbauteams, das Ende 2005 aus dem ab 1985 existierenden Team Minardi entstanden ist, gehen nun auf das Konto von Gasly. Im Vorjahr wurde er Zweiter in Brasilien, Daniil Kwjat holte ebenfalls 2019 Platz drei in Deutschland. Angesprochen auf eine mögliche Rückkehr 2021 zum Einserteam sagte der Pendler zwischen den Red-Bull-Welten: „Ich denke, ich bin bereit. Es liegt aber nicht an mir, das zu entscheiden.“

Marko: „Brauchen Teamleader bei Alpha Tauri“
Helmut Marko bremste. „Das ist momentan keine Überlegung“, betonte der Red-Bull-Motorsportkonsulent, obwohl Alexander Albon im Einserteam Schwächen zeigt. „Gasly ist einer der Red-Bull-Fahrer, er ist derzeit bei Alpha Tauri, macht dort einen super Job. Wir brauchen aber auch dort einen Teamleader.“ Jener bei Red Bull Racing, Max Verstappen, konnte aufgrund eines Ausfalls (Motorproblem) keinen Boden auf WM-Leader Lewis Hamilton (7.) gutmachen. Marko ärgerte sich über das Verpassen einer „auf dem Silbertablett“ angebotenen „Riesenchance im Kampf um den WM-Titel“.

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