31.08.2020 18:40 |

Corona-Albtraum

Fast 200 Briten nach Urlaubsflug in Quarantäne

Der Heimflug von der griechischen Ferieninsel Zakynthos verwandelte sich für fast 200 britische Passagiere in einen wahren Corona-Albtraum. Etliche Passagiere sollen die Schutzmaßnahmen ignoriert und etwa keinen Mund-Nasen-Schutz getragen haben. Bisher seien 16 Personen positiv getestet worden, mindestens sieben Urlauber sollen sich an Bord angesteckt haben. Nach der Landung wurden alle Passagiere sowie die Crew-Mitglieder in eine zweiwöchige Quarantäne geschickt.

Die Besatzung des TUI-Fliegers soll kaum eingeschritten sein, um die Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen einzufordern oder auf das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes hinzuweisen. „Der Flug war ein Debakel“, sagte Stephanie Whitfield aus Cardiff der britischen BBC. Sie erzählte, dass viele Fluggäste ohne Maske im Flieger herumspaziert seien, um sich mit Bekannten zu unterhalten.

Ihr Mann habe bereits während des Fluges entschieden, sich nach der Ankunft in Wales zwei Wochen selbst zu isolieren. Der Mann neben ihr habe den Gesichtsschutz ebenfalls nicht ordnungsgemäß getragen. „Das Bordpersonal schritt aber nicht ein, sondern gab ihm auch noch ein kostenloses Getränk als er sagte, dass er ein Mitglied der Crew kenne“, sagte die Waliserin.

Die Maschine sei voller „egoistischer Covidioten“ gewesen, sagte sie in Anspielung auf die durch das Coronavirus ausgelöste Krankheit Covid-19. Der Reisekonzern TUI gab unterdessen bekannt, den Vorwürfen genau nachgehen zu wollen. Der Flug von Zakynthos in das walisische Cardiff fand bereits am 25. August statt.

Martin Grob
Martin Grob
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