Rasche Lösungen?

Parteien entdecken jetzt dringenden Bahn-Ausbau

Die Nordwestbahn im Weinviertel fristete jahrzehntelang ein eher stiefmütterliches Dasein. Jetzt rückt die Strecke aber in den Fokus der heimischen Politik: Offenbar alle maßgeblichen Parteien sind für den Ausbau der Strecke. Und schieben sich gegenseitig die Schuld dafür in die Schuhe, dass bisher nichts geschehen ist.

Mit dem Zug vom Weinviertel jeden Tag nach Wien zu pendeln ist wahrlich kein Vergnügen. Und derzeit – wie berichtet – aufgrund von Gleisarbeiten und Schienenersatzverkehr mit Bussen erst recht nicht. Die Bahnstrecke zwischen Retz und Wien-Floridsdorf ist schon seit vielen Jahren kein sonderlich attraktives Öffi-Angebot – eingleisig, daher anfällig für Verspätungen.

Jetzt prescht die Volkspartei im Weinviertel vor und will „Druck machen“ für einen baldigen Ausbau: „Die Bahnpendler sind äußerst leidgeplagt“, richten VP-Abgeordneter Richard Hogl und seine Parteifreunde in Richtung Verkehrsministerium aus. Nationalrätin Eva-Maria Himmelbauer freut sich, dass nach „jahrzehntelangem Stillstand unter roten und blauen Verkehrsministern“ endlich Bewegung in die Sache komme. Sie und Hogl betonen: „Wir bleiben dran!“

Das wollen die Sozialdemokraten so nicht gelten lassen. Nationalrat Rudolf Silvan und Bezirksvorsitzender Richard Pregler halten fest: „Hogl hat noch vor zwei Jahren im Landtag gegen den zweigleisigen Ausbau der Nordwestbahn gestimmt, das Vorhaben als Steuerverschwendung bezeichnet.“ Zudem habe es die VP in der Hand, den Ausbau durchzusetzen.

Und auch Abgeordneter Georg Ecker (Grüne) schiebt der VP den Schwarzen Peter zu: „Die bisherigen Versäumnisse sind in Niederösterreich hausgemacht. Viele Bahnen hat man stillgelegt, andere wurden totgespart.“

Christoph Weisgram, Kronen Zeitung

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