28.07.2020 06:55 |

Vor Silverstone-Doppel

Ralf Schumacher: 80 Prozent reichen bei Hamilton

Wer soll Lewis Hamilton bei den beiden Heimspielen in Silverstone stoppen?Der Engländer warnt: „Ich weiß, wie schnell sich das Blatt wenden kann“. Ferrari träumt allerdings nicht von einem Wunder.

Poleposition, schnellste Runde und Rennsieg - diesen Hattrick holte Lewis Hamilton zuletzt in Ungarn zum bereits 16. Mal in seiner Karriere. Zweimal (2015 und 2017) gelang ihm dieses Kunststück auch schon bei seinem Heim-Grand-Prix in Silverstone. Wo Hamilton nun zweimal in Serie nur schwer zu schlagen sein wird. Denn vor dem am Wochenende beginnenden Silverstone-Doppelpack ist sich Deutschlands Ex-Pilot Ralf Schumacher sicher: „Hamilton und Mercedes haben bisher noch nicht gezeigt, was sie wirklich können. 80 Prozent reichen locker, um die Konkurrenz im Griff zu haben.“

In der Konstrukteurs-WM haben Hamilton und Valtteri Bottas nach drei Rennen mehr als doppelt so viele Punkte wie der erste Verfolger Red Bull gesammelt. Hamilton stellt aberklar, dass er kein Tausendstel herschenken wird: „Ich weiß, wie schnell sich das Blatt wenden kann. Wie schnell das Momentum die Seite wechseln kann.“

Hamilton hat da vor allem aus den knapp verlorenen WM-Titelkämpfen 2007 (gegen Kimi Räikkönen) und 2016 (gegen Nico Rosberg) gelernt. „Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass jeder einzelne Punkt am Ende entscheidend sein kann.“

Sein Teamchef Toto Wolff sieht es genauso: „Es gibt in uns nicht eine einzige Faser, die denkt, dass wir die WM schon sicher haben!“

Ferraris Sorgen
Ganz andere Sorgen hat Ferrari. Die Italiener arbeiten hart, den desaströsen Saisonstart (nur Platz fünf in der Team-WM) so schnell wie möglich auszubügeln.

„Es wird lange dauern“
„Schlimmer, als wir erwartet hatten“, fasst Teamchef Mattia Binotto die aktuelle Lage kurz und knapp zusammen. Und: „Es wird lange dauern, die Trendwende zu schaffen.“Binotto ist seit 25 Jahren bei Ferrari, seit Anfang 2019 Teamchef.„Wir hatten schon viele schwierige Zeiten“, versucht er, um Geduld zu werben Im Ferrari-verrückten Italien ein eher frommer Wunsch.

Alex Hofstetter, Kronen Zeitung

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