16.07.2020 23:53 |

Einer von 3000

YouTuber crasht limitierten Mini GP am ersten Tag

Vor Freude über ein Auto Purzelbäume schlagen ist eine schöne Art, seinen Emotionen freien Lauf zu lassen. Man sollte das allerdings ohne das Auto tun. Ein belgischer YouTuber namens „Pog“ hat es auf diese Art geschafft, einen gerade erst gelieferten limitierten Mini John Cooper Works GP zu crashen. Inszeniert mit mehreren Kameras. Seinen Abonnentenzahlen wird es nicht schaden.

Allzu oft kommt es nicht vor, dass automobile Nachrichten aus Belgien in den deutschen Sprachraum schwappen, und „Pog“ ist bei uns trotz 842.000 Abonnenten wohl kaum jemandem ein Begriff. Die „BMW-Trüffelschweine“ von Bimmertoday hatten ihn aber offenbar auf dem Schirm und dadurch das Crash-Video entdeckt. Mini ist bekanntlich eine BMW-Marke.

Darum geht es:
Mini bringt ein superscharfes Racing-Teil mit der Bezeichnung John Cooper Works GP auf den Markt und hat bereits mit der Auslieferung begonnen. Die Motorleistung entspricht mit 306 PS der des normalen JCW, das maximale Drehmoment von 450 Nm wird (immerhin mit mechanischer Differenzialsperre) ausschließlich auf die Vorderräder losgelassen. Im Idealfall stehen nach 5,2 Sekunden 100 km/h auf dem Tacho, das Höchsttempo beträgt nicht abgeregelte 265 km/h.

Der GP wurde umfassend überarbeitet und auf Rennstreckeneinsatz getrimmt. Mini verspricht „neue Maßstäbe für Performance im Kleinwagen-Segment“, in Zahlen bedeutet das 7:56:69 Minuten für eine Runde auf der Nordschleife.

Das ist passiert
Einen solchen Mini JCW GP -denn mit der Nummer 225 von 3000 - hat Pog Anfang Mai vor sein Haus geliefert bekommen, wie er in seinem Video zeigt. Er tanzt um das Auto herum, setzt sich einen Helm auf - und fährt nicht etwa auf eine Rennstrecke, sondern fährt Runde um Runde um sein Haus herum, einfach so auf dem zunächst noch gepflegten Rasen. Nach 23 Kilometer Fahrt passiert es: Das linke Vorderrad gräbt sich in die Erde ein und der Mini überschlägt sich. Bzw. rollt er einmal übers Dach und kommt auf den Rädern zu stehen.

Pog bleibt unverletzt, auch seinem Ego scheint es nicht groß geschadet zu haben, dass er ein nagelneues Auto zerstört hat.

Trotz Rolle kein Totalschaden
Wobei: Es ist weniger kaputt, als man glauben könnte. Der auffällige Dachspoiler zum Beispiel ist unbeschädigt geblieben. Und auch die übrigen Schäden sind reparabel, wie Pog auf seiner Facebook-Seite berichtet. Der Rahmen ist okay, ausgetauscht werden müssen Außenspiegel und Scheinwerfer vorn rechts, Türen, Kühlergrill, Stoßfänger, Carbon-Radläufe. Auch die Windschutzscheibe wird Carglass nicht mehr in Angriff nehmen. Und natürlich braucht er ein neues Dach. Das zahlt sich alles schon noch aus, angesichts eines Neupreises, der in Österreich rund 52.000 Euro beträgt.

Wenn Pog sich noch mehr Autos nach Hause liefern lässt, dürfte er seinen Garten genug umgegraben haben, um Kartoffeln zu setzen. Belgische Pommes Frites sind ja weltbekannt. Das wiederum haben sie Pog voraus, der sich mit seiner Aktion aber sicher auch außerhalb der belgischen Grenzen einen Namen machen wird.

Stephan Schätzl
Stephan Schätzl
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