11.07.2020 22:06 |

Sensationelles Finale

Vojta lief großartige Bestzeit: „War einfach geil“

Sensationelles Finale des Austrian Top-Meetings in Wien. Andreas Vojta lief über 5000 m in 13:36,95 Minuten eine großartige persönliche Bestzeit. Der von Wilhelm Lilge betreute Athlet wurde damit Zweiter hinter dem Deutschen Max Thorwirth (13:34,82). „Das war einfach nur geil, es hat riesig Spaß gemacht, hier zu laufen. Eine grandiose Veranstaltung“, freute sich der für team2012.at startende Niederösterreicher. Er verbesserte seine persönliche Bestzeit (13:38,03) damit um 1,08 Sekunden.

Vojta setzte damit seine hervorragenden Leistungen dieser Saison weiter fort. Zuvor hatte er schon tolle Siege in Prag (1500 m) und Uster/Sz (10.000 m) geferiert. „Meine Bandbreite ist scjhon gut“, lachte Vojta, „der diese Saison alles mitnimmt, was da so kommt.“ Das erhoffte Ziel, sogar den Uralt-Rekord auf dem Cricketer Platz über 5000 m zu löschen, klappte nicht ganz. Diese Bestmarke von Sydney Maree (USA) aus dem Jahre 1979 (handgestoppte 13:29,8) bleibt weiter bestehen.

Nummer sieben in Europa
Der Düsseldorfer Max Thorwirth und Andi Vojta lieferten sich auf dem Leichtathletik-Zentrum ein packendes Duell. Die Zuschauer standen auf der Laufbahn nah an den Läufern, feuerten sie super an. So trieben die beiden einander zu den starken Zeiten, womit sie in der aktuellen europäischen Jahresbestenliste den sechsten und siebenten Platz einnehmen. Diese Bestenliste wird vom Noreweger Henrik Ingrebrigtsen in 13:19,65 angeführt.

Kurz vor dem großen Finale hatte Julia Mayer in einem ebenfalls ganz sehenswerten Rennen die 3000 m in 9:42,56 gewonnen. Dabei rang sie in einem packenden Duell Sandrina Illes (9:42,68) knapp nieder.

Dadic sprang im Regen 6,11 Meter weit
Vor den abschließenden Rennen über 3000 m und 5000 m hatte vor allem einmal mehr Ivona Dadic für Topleistungen gesorgt. Sie trotzte selbst den widrigen Bedingungen zum Auftakt dieser Veranstaltung sehr gut, lief über die 100 m Hürden in 13,81 Sekunden persönliche Jahresbestzeit und sprang als Siegerin 6,11 m weit. Für diese schlechten Bedingungen eine ansprechende Leistung, obwohl sie haderte: „Ich kam mit dem Anlauf nicht richtig zu Recht, das ist aber oft so beim ersten Saisonwettkampf im Weitsprung!“

Trainer Philipp Unfried: „Ivi kann ja viel mehr! Aber gegen dieses Wetter kann man nichts machen.“ Mit den Hürden aber konnte die Vize-Weltmeisterin im Hallen-Fünfkampf zufrieden sein. Jetzt bestreitet sie bis zum Ein-Stunden-Siebenkampf in Amstetten am 23. Juli nicht mehr, trainiert nur für diesen Super-Event. Da ist auch Sarah Lagger dabei, die in Wien im Weitsprung mit 5,67 m Zweite geworden war.

Ivona Dadic war über die 100 m Hürden nur im Vorlauf gestartet. Das Finale gewann Stanislava Skvarkova (Slk) in 13,42 vor Beate Schrott (13,47). „Das Wetter verhinderte schnellere Zeiten“, sagte Schrott, die zum Auftakt in Eisenstadt schon 13,13 gelaufen war. Im Frauen-Sprint setzte sich Alexandra Toth über 100 m souverän in 11,73 durch, über 200 m musste sie sich aber der immer besser werdenden Ina Huemer (24,12) in 24,26 Sekunden geschlagen geben.

Olaf Brockmann, Kronen Zeitung

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