17.06.2020 07:46 |

8 Stunden keine Hilfe

33-jährige ukrainische Marathonläuferin verstorben

Tragödie in der Ukraine bei einem Ultramarathon-Rennen. Die 33-jährige Kateryna Katiuschtschewa wurde von den Organisatoren in dehydriertem und ausgekühltem Zustand aufgefunden. Kurz darauf ist sie im Spital verstorben. Sie soll acht Stunden lang am Boden gelegen sein, ohne Hilfe bekommen zu haben, schreibt die ungarische Nachrichtenagentur „MTI“. Sie wurde bis spät in die Nacht hinein gesucht, nach elf Stunden hat man sie, etwa 10 Kilometer von der Ziellinie entfernt, gefunden.

Bei dem Wettrennen, das in der Region Odessa veranstaltet wurde, wurde eine Temperatur von 40 Grad gemessen. Katuschewa dürfte einen Hitzschlag bekommen haben, sie dehydrierte. Als sie dann acht Stunden später gefunden wurde, war es nach dem Sonnenuntergang bereits kalt, ihr Körper war völlig ausgekühlt, sagten die Ärzte.

Sie hatte schon 57 Kilometer von der 67 Kilometer langen Strecke zurückgelegt. Der sogenannte Kuyalnik-Ultramarathon, unweit von Odessa fand in der Kuyalnik-Mündung beim Schwarzen Meer statt. Das Gelände gilt selbst bei den Ultra-Marathon-Läufern als brutal.

Wie die Organisatorin Irina Daschkowa sagte: „Es ist wie ein Urwald, Sumpf, Schilf, Steine und Bergauf-Bergab-Strecken die ganze Zeit. Wie Daschkowa beschrieb: Die Strecke scheint endlos, die Sonne gnadenlos, Salz klebt überall auf der Haut, du wirst durstig und müde und wirst deinen Puls und sein schnelles Atmen spüren.“

Spät mit der Suche begonnen
Katiuschtschewa war eine erfahrene Läuferin. In Odessa in ihrer Heimat, wurde sie “Iron Girl" genannt, das eiserne Mädchen. Sie lief seit ihrer Kindheit, sie gewann mehrere Ultra-Marathon-Wettbewerbe und war auch Mitglied des ukrainischen Nationalteams der 24-Stunden-Läuferinnen. Deswegen war es auch so überraschend, dass sie nicht im Ziel auftauchte. Da begann man nach ihr zu suchen.

Schlaganfall beendete ihr Leben
Sie war auch bei diesem Ultramarathon eine der Führenden, als sie ausfiel. Erst nachdem ihr Telefon mit Smartphone-Technik geortet werden konnte, wurde sie gefunden. Die Hoffnung war, da, dass sie überlebt. Sie wurde sofort ins Spital eingeliefert. Zuerst schien es laut Ultra-Marathon-Kollege Ihor Mishko so, als ob die Gefahr gebannt gewesen sei. Sie ist dann im Krankenhaus einem Schlaganfall erlegen, schrieb Denis Sokolov, Sprecher der Region Odessa-Oblast.

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