„Maßnahmen getroffen“

Neuer Covid-Ausbruch in Wiener Pflegeheim: 6 Tote

Wien
16.06.2020 13:16

In einem Pflegeheim in Wien-Liesing sind in den vergangenen Wochen gehäuft Covid-19-Fälle aufgetreten. Ersten Informationen zufolge sollen sich dort insgesamt 25 Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben. In den vergangenen Tagen habe es bereits sechs Todesfälle gegeben, die allerdings auch mit diversen Vorerkrankungen zusammenhängen könnten. Maßnahmen zur Eindämmung seien getroffen worden, heißt es seitens der Heimleitung.

Am 1. Juni sei ein Massen-Screening im „Haus St. Barbara“ durchgeführt worden, so die Leitung der betroffenen Einrichtung mit 268 Bewohnern und Bewohnerinnen im 23. Wiener Gemeindebezirk. Bei dem Test vor gut zwei Wochen seien vorerst nur zwei Fälle nachgewiesen worden. In den darauffolgenden Tagen hätten aber mehr und mehr Personen Symptome gezeigt, woraufhin ein zweiter flächendeckender Test durchgeführt worden sei, hieß es gegenüber der „Krone“.

Sieben Mitarbeiter in häuslicher Quarantäne
Die Heimleitung: „Stand heute befinden sich im Haus 10 BewohnerInnen, die positiv getestet wurden. 10 weitere Personen wurden im Krankenhaus aufgenommen. 5 BewohnerInnen sind verstorben, wobei die Todesursache zum Teil aufgrund schwerer Vorerkrankungen unklar bleibt. 7 MitarbeiterInnen befinden sich in häuslicher Quarantäne, sind jedoch größtenteils symptomfrei.“ Dienstagmittag wurde ein sechster Todesfall gemeldet.

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Es gibt viel Kommunikationsarbeit mit den Angehörigen, die verständnisvoll und unterstützend sind, um die Eindämmung des Virus im Haus zu ermöglichen.

"Haus St. Barbara"

„Als Träger haben wir uns wochenlang auf solche Szenarien vorbereitet und Vorbereitungen getroffen. Die Maßnahmen wurden nun noch weiter verstärkt“, betont man Pflegeheim und spricht ausdrücklich von verständnisvollen und unterstützenden Angehörigen.

In einer Presseinformation werden die folgenden Maßnahmen aufgezählt:

  • Laufend Abstimmung mit den Behörden, etwa was die Nachvollziehbarkeit der Infektionskette betrifft
  • Desinfektion von Wohnbereichen durch MA 15
  • Hygienemaßnahmen noch weiter verstärkt, Schutzausrüstung weiterhin eingesetzt
  • BewohnerInnen bleiben in eigenen Wohnbereichen, Zugang zum Garten bleibt aber offen
  • Vorübergehender Besuchsstopp (Ausnahme: In der terminalen Phase Besuche von Angehörigen möglich)
  • Verstärkte Informations- und Aufklärungsarbeit gegenüber Angehörigen, BewohnerInnen und Mitarbeitern (eigene Hotline eingerichtet, Newsletter)
  • Unterstützung, damit Kontakt zwischen BewohnerInnen und Angehörigen aufrechterhalten werden kann
  • Neue flächendeckende Testung vorbereitet, die am 26. Juni 2020 durch das Rote Kreuz im Haus durchgeführt werden soll
  • Vorübergehender Aufnahmestopp

Kronen Zeitung/krone.at

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