Premiere für Petlach

Admira-Jungspund: „Sie halfen mir aus der Sch....“

Mit einem 3:0-Erfolg im Niederösterreich-Derby gegen den SKN St. Pölten sowie seinem ersten Bundesliga-Tor feierte Admira-Jungspund Pascal Petlach ein Startelf-Comeback nach Maß. Aufsehenerregender als sein Treffer kurz vor Schluss war jedoch der anschließende Jubel des 21-jährigen Verteidigers. Was es damit auf sich hat, wie er sich nach einem langen Leidensweg zurückkämpfte, wie ihm Freunde und Familie „aus der Scheiße“ halfen sowie seine Gedanken zur Rückkehr von Ernst Baumeister, schildert Petlach im Plausch mit sportkrone.at.

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In seinem insgesamt 19. Bundesliga-Spiel (alle für die Admria) war es soweit: Nach einem blitzsauberen Konter netzte Petlach am Dienstag zum 3:0-Endstand gegen St. Pölten ein. Damit hatte die Admira den ersten Dreier nach der Corona-Pause fix in der Tasche. „Besser ging’s nicht! Ein unbeschreibliches Gefühl“, ist die Freude beim jungen Kicker nach wie vor groß. Erst einen Tag vor der Partie erfuhr er, dass er nach einer gefühlten Ewigkeit wieder einmal sein Können auf dem grünen Rasen zeigen darf.

Die Erleichterung nach seinem Premierentor war riesig, Petlach legte ein „Tänzchen“ hin. Begeisterung der anderen Art. „Ein Torjubel wie aus der Steckdose“ - beschrieb ihn der diensthabende Sky-Kommentator. Was es damit auf sich hatte: „Das ist vom Spiel Fortnite“, verrät Petlach. „Vor dem Match habe ich meinen Freunden versprochen, dass ich diesen Tanz mache, wenn ich ein Tor schieße.“ Und dieses Versprechen hat er dann auch gehalten.

Den Treffer von Petlach sowie den außergewöhnlichen Torjubel sehen Sie hier im Video (ab Minute fünf):

Sein harter Weg zurück
Der 1,84 Meter große Innenverteidiger hat keine einfachen Zeiten hinter sich. Vor zwei Jahren unterzog er sich einer Hüft-Operation. „Ich habe sicher zehn Monate gebraucht, bis ich wieder gescheit drinnen war.“ Immer wieder haben ihm die hartnäckigen Probleme an der Hüfte zu schaffen gemacht. Den Kampfgeist hat er jedoch nie verloren. Viel Kraft gaben ihm seine Freundin, Freunde und Familie. „Sie haben mir aus der Scheiße geholfen. Dafür bin ich ihnen sehr denkbar. Sie haben immer an mich geglaubt.“ Auch der Verein hielt stets an ihm fest. „Jetzt spüre ich von den Hüftproblemen eigentlich gar nichts mehr“, atmet der leidgeprüfte Fußballer tief durch.

Von Runde neun bis zum 24. Spieltag kam Petlach in der laufenden Bundesliga-Saison nicht zum Zug, musste geduldig auf seine Einsätze warten. Gegen St. Pölten gab’s nun die fulminante Rückkehr in die Admira-Elf. Von Trainer Zvonimir Soldo zeigt er sich begeistert. „Was ihn auszeichnet, ist sein Charakter. Er ist ein richtig sympathischer Typ“, beschreibt Petlach den 52-jährigen Kroaten.

Die Bedeutung von Ernst Baumeister
Seit wenigen Tagen ist auch ein weiterer wichtiger Bestandteil zurück bei der Admira: Ernst Baumeister heuerte als Sportdirektor an, sprach am Tag seiner Vorstellung gleich mit der Mannschaft.

Dass die Legende zurückkommt und die Admira sofort in die Erfolgsspur zurückfindet, ist für Petlach kein Zufall: „Für die Moral ist er enorm wichtig. Ein Mensch, der immer einen Schmäh auf Lager hat. Er weiß, wie er mit der Mannschaft umgehen muss.“ Ob er auch gleich ein gutes Wort für den Verteidiger, der seit Langem wieder ran durfte, eingelegt hat? „Das weiß ich nicht“, schmunzelt Petlach, „wenn er es gemacht hat, bin ich ihm dankbar.“

Am Samstag geht’s für Petlach und Co. in der Bundesliga gegen WSG Tirol weiter. Nach dem Derbysieg in St. Pölten folgt das nächste wichtige Spiel gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. „Wenn wir da drei Punkte holen, dann haben wir mal einen kleinen Polster“, weiß der Admiraner um die Wichtigkeit der Partie. Die Zuversicht in Bezug auf den Klassenerhalt ist nach wie vor groß: „Wenn wir so weiterspielen und unsere Tore machen, dann steht uns nichts im Weg!“

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