Prozess in Steyr

140 Geschädigte durch Betrug mit Internetinseraten

Die Geschädigten mussten lange auf den Prozess warten: Seit dem Jahr 2015 soll ein Geschäftsmann unter Vorspiegelung falscher Tatsachen Internetauftritte verkauft haben. Mit schwer kündbaren 10-Jahres-Verträgen, so die Anklage. Nun muss sich der 56-jährige Oberösterreicher in Steyr wegen schweren gewerbsmäßigen Betruges in einem voraussichtlich langwierigen Prozess verantworten.

Ein Vorspiel zu dem Betrugsprozess gab es bereits im April. Ein Mitangeklagter, bei dem es bei fünf Betrugsfakten immer beim Versuch geblieben ist, kam mit einer Diversion, also ohne Vorstrafe, und einer Geldbuße von 1890 € davon.

200 Zeugen
Seit Donnerstag steht der Hauptangeklagte vor Gericht - wegen schweren gewerbsmäßigen Betruges, Urkundenfälschung und dem Finanzvergehen der Abgabenhinterziehung. 200 Zeugen sollen gehört werden, 140 Geschädigte sind im Akt angeführt.

10-Jahres-Verträge
Ihnen soll der Angeklagte Verträge für Internetinserate angedreht haben. Zuerst hieß es für 94,80 Euro jährlich, unterschrieben haben die Geschäftsleute aber schwer kündbare Zehn-Jahres-Verträge zu 948 Euro. Und viele waren der Meinung, dass der Anbieter im Auftrag der Gemeinde handelt. Für sie war das ausschlaggebend, dass sie ihre Unterschrift unter den Vertrag setzten, so die Anklage, die einen Zeitraum von 2015 bis 2019 umfasst. Lange wurde wegen der Geschäftspraktiken ermittelt.

Langes Verfahren
In Steyr rechnet man mit einem langen Verfahren. Bisher hat sich der Angeklagte nicht schuldig bekannt.

 OÖ-Krone
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Sonntag, 05. Juli 2020
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