21.05.2020 15:34 |

Corona-Hilfe

1,5 Millionen Euro für heimische Nationalparks

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) hat bei einem Medientermin im Nationalpark Donau-Auen bekannt gegeben, dass ihr Ressort den sechs österreichischen Nationalparks 1,5 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung stellen wird. Mit dem Geld sollen finanzielle Folgen der Corona-Pandemie abgefangen und Nationalparkprojekte im Sinne der Artenvielfalt gefördert werden.

Das Auftreten von SARS-CoV-2 in Österreich nahm den Parks Einnahmequellen wie Besuche, Führungen und Schulprogramme, die für die Auftragserfüllung von Naturschutz, Natur- und Umweltbildung und Forschung eingesetzt werden, hieß es aus dem Klimaschutzministerium (BMK).

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Gemeinsam mit den Nationalparks ist mir der Kampf gegen das Artensterben ein großes Anliegen.

Umweltministerin Leonore Gewessler

Gewessler betonte im Beisein von drei der sechs Nationalpark-Direktoren und -Direktorinnen, dass die Biodiversitätskrise eine der größten Bedrohungen des Planeten und für die Menschheit darstelle, mit der Unterstützung setze sich das Ministerium auch direkt für Natur- und Artenschutz ein: „Gemeinsam mit den Nationalparks ist mir der Kampf gegen das Artensterben ein großes Anliegen“, so Gewessler vor dem Tag der Biodiversität, der morgen, Freitag, begangen wird und an das UN-Artenschutzabkommen erinnert.

Besucherzentren wieder eingeschränkt offen
Nachdem die Lockerungsverordnungen in Kraft getreten sind, haben die östlich und zentral gelegenen Besucherzentren der Nationalparks seit dem vergangenen Wochenende zum Teil wieder eingeschränkt geöffnet - Führungen und Aufsichtsdienste finden statt. Unter Federführung des Nationalparks Donau-Auen wurde gemeinsam mit der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik und dem Umweltdachverband ein Konzept für kontaktlose Führungen in Kleingruppen erarbeitet.

Der Hochgebirgsnationalpark Hohe Tauern startet witterungsbedingt Ende Mai mit der Öffnung von ersten Besucherzentren und ersten Ranger-Touren. Gerade wegen der Schwierigkeiten aufgrund der Corona-Krise wolle das BMK helfen, diese Angebote gut zu vermitteln, mit dem Österreich in seiner Artenvielfalt neu entdeckt werden kann.

Heimische Nationalparks voll seltener Arten
Neben dem Nationalpark Donau-Auen in Wien und Niederösterreich ergänzen das Gesäuse in der Steiermark, die Kalkalpen in Oberösterreich, das Thayatal in Niederösterreich, Hohe Tauern in Salzburg, Tirol und Kärnten sowie der Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel im Burgenland die sechs großflächigen Schutzgebiete. 18 der 21 heimischen Amphibienarten (86 Prozent), Zwölf von 14 Reptilienarten (86 Prozent), 95 von 104 Säugetierarten (91 Prozent) und 2275 der heimischen Gefäßpflanzen (72 Prozent) sind in den Nationalparks zu finden. Auch Überraschendes findet sich in den geschützten Arealen, wie Pyramidenmützenmoos und Spitzmützenmoos im Thayatal, beide Arten galten als ausgestorben.

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