11.12.2002 14:40 |

Asthma

Unseren Kindern bleibt die Luft weg!

Rund zehn Prozent aller Kinder und Jugendlichen leiden in Österreich an Asthma, einer Lungenkrankheit, die nur bei sorgfältiger Therapie keine Langzeitschäden nach sich zieht.
Laut Univ. Prof. Manfred Götz liegt abergenau darin das größte Problem: Die Kinder und Jugendlichenverharmlosen und verdrängen ihre Krankheit. "Wir müssenden Betroffenen klar machen, dass nur eine früh begonneneund Hundertprozentig durchgeführte Therapie Langzeitschädenvermeiden kann!", so Prof. Götz.
 
Kinder und Jugendliche können trotz Asthmaseine ungestörte körperliche Entwicklung erfahren, ohne,dass man als "krank" von anderen Kindern empfunden wird. Selbstkörperliche Aktivitäten sollten bei laufender Therapieden Asthmatiker nicht beeinträchtigen.
 
Es mag ein Problem sein, dass eine erfolgreicheTherapie auch dann angewendet werden muss, wenn man einige Zeitohne Beschwerden ist. Ein wesentlicher Bestandteil einer erfolgreichenTherapie wäre daher eine umfassende Aufklärung überdie Krankheit, deren Verlauf, und die Therapien dazu.
 
Dazu gehört jedenfalls, dass man auch seinpersönliches Umfeld als Asthma-Patient entsprechend adaptiert,so soll man keine Haustiere halten, allergieauslösende Stoffemeiden, im Wohnbereich eine ausreichende Belüftung zulassen-und trotzdem: Es gilt dabei abzuwägen, ob der medizinischeVorteil dem psychologischen Nachteil überwiegt.
 
"Am wichtigsten ist aber, unbedingt das Rauchenzu unterlassen!", appelliert Dr. Götz. Das Rauchen nichtgut ist, weiß zwar (fast) jeder, dennoch gilt es in einigenjugendlichen Kreisen immer noch als besonders schick zu Qualmen."Rauchen beeinträchtigt die Lunge enorm!", ergänzt derPulmologe.
 
Abschließend rät der Mediziner, sichauf jeden Fall bei Verdacht auf Lungekrankheiten untersuchen zulassen. Nur so könne man gezielt helfen, weiß der Mediziner.
Montag, 10. Mai 2021
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