20.05.2020 12:37 |

Totalausfall im April

Wien: Gäste-Nächtigungen brachen um 98 Prozent ein

Die Corona-Krise hat den Wiener Tourismus im April mit voller Härte erwischt: Die Gäste-Nächtigungen brachen um ganze 98,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat ein. Nur 29.000 Übernachtungen wurden in den Beherbergungsbetrieben gezählt - knapp die Hälfte davon aus Österreich. In der bisherigen Jahresbilanz macht sich die Coronavirus-Pandemie dank eines starken Jahresbeginns noch nicht in dieser Drastik bemerkbar.

Durch die strikten Reisebeschränkungen und die weitgehende Sperre der Hotellerie gab es aus allen Hauptmärkten - Deutschland, USA, Italien, Großbritannien, Spanien, China, Frankreich, Russland und Schweiz - ein Minus von jeweils mehr als 99 Prozent. Die Nächtigungszahlen österreichischer Gäste verringerten sich um 95 Prozent. Insgesamt waren im April 17.100 Hotelbetten in der Bundeshauptstadt verfügbar, um rund drei Viertel weniger als im Vorjahr.

Auch der Wiener Flughafen Schwechat erlebte 2019 als Rekordjahr. 31,7 Millionen Fluggäste stiegen hier zu, ab oder um. In den vergangenen Monaten aber präsentierte sich der Airport als „Geisterflughafen“.

Wien-Tourismus: „Rechnen 2021 mit spürbarer Erholung“
Die zukünftige Entwicklung werde stark von den Grenzöffnungen abhängen, sagte Tourismusdirektor Norbert Kettner, der schon im März vom „freien Fall“ des Tourismus sprach. 2019 seien 83 Prozent der Gäste aus dem Ausland gekommen: „Gäste aus dem Inland allein werden die Hotelbetten in Wien nicht füllen können. 2020 wird ein hartes Jahr für den Städtetourismus und seine Ganzjahresbetriebe. Wir rechnen erst für 2021 mit einer spürbaren Erholung.“

Umsatz bei Beherbergungsbetrieben sank um 26,5 Prozent
In der bisherigen Jahresbilanz macht sich die Coronavirus-Pandemie noch nicht in dieser Drastik bemerkbar. Dank eines starken Jahresbeginns wurden von Jänner bis April insgesamt 2,564.000 Übernachtungen gezählt - ein Rückgang von 46,8 Prozent. Der Netto-Umsatz der Beherbergungsbetriebe sank bis inklusive März auf gut 123 Millionen Euro und damit um 26,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

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Allein im März nahmen die Hotels um knapp 80 Prozent weniger ein. Für April liegen die Zahlen noch nicht vor. Wie der Neustart der Hotels am 29. Mai ablaufen soll, erfahren Sie hier.

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