19.05.2020 13:19 |

Ganoven im Home-Office

Lockdown brachte große Steigerungen bei Cybercrime

Während die traditionelle Kriminalität während der Zeit des Corona-Lockdowns zurückging, hatte die Kriminalität im Internet Hochsaison. Aus dem „Home-Office“ der Cyberkriminellen wurden sensible Daten abgefischt, Fake-Shops sprossen aus dem Boden und Betrüger schlugen Kapital aus der Corona-Angst ihrer Opfer.

Die klassische Einbruchskriminalität ist - krone.at berichtete - durch den Lockdown der vergangenen Wochen drastisch gesunken. Teilweise enorme Steigerungen gab es aber im Bereich Internetkriminalität.

Fakeshops mit Gesichtsmasken und Medikamenten schossen während der Coronavirus-Pandemie aus dem Boden. Insgesamt stiegen Betrugsdelikte im Internet um 27,4 Prozent, sagte der amtsführende Direktor des Bundeskriminalamts, Gerhard Lang, am Dienstag bei Bekanntgabe der jüngsten Kriminalitätsstatistik. 1110 derartige Anzeigen gab es von Mitte März bis Anfang Mai. Auch der Suchtmittelhandel verlagerte sich zunehmend weg von der Straße in den Onlinebereich.

Deutlicher Anstieg widerrechtlicher Zugriffe
Noch deutlicher war der Anstieg bei Cyberkriminaldelikten wie widerrechtlichem Zugriff auf ein Computersystem mit einem Plus von 72 Prozent, Missbrauch von Computerprogrammen oder Zugangsdaten mit einer Steigerung von 207 Prozent auf insgesamt 43 Anzeigen oder wegen betrügerischen Datenverarbeitungsmissbrauchs, wo die Delikte auf 560 zunahmen, was eine Steigerung von 97 Prozent bedeutet.

Eine Zunahme betrügerischer und krimineller Aktivitäten im Cyberspace beobachteten zuletzt auch verschiedene IT-Security-Unternehmen und der Internetkonzern Google. Der warnte vor einer gewaltigen Welle betrügerischer E-Mails, mit der Kriminelle an die Daten ihrer Opfer gelangen wollen. Allein bei Gmail ziehe man täglich 18 Millionen solcher Nachrichten aus dem Verkehr.

 krone.at
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