24.04.2020 11:34 |

Home-Office verlängert

Büros von IT-Firma Slack bleiben bis September zu!

Home-Office bleibt bei den großen US-Technologiekonzernen das Gebot der Stunde: Der Bürochat-Spezialist Slack hat sich als eine der ersten Tech-Firmen darauf festgelegt, seine Mitarbeiter in der Coronakrise noch über den gesamten Sommer hinweg von zu Hause arbeiten zu lassen. Grundsätzlich ginge das auch bei vielen österreichischen Unternehmen, urteilt das Wirtschaftsforschungsinstitut Wifo.

Mit der weitgehenden Schließung der Büros mindestens bis 1. September wolle man die Mitarbeiter schützen und ihnen auch die Kinderbetreuung in den kommenden Monaten erleichtern, erklärte die Firma aus San Francisco.

In San Francisco und dem Silicon Valley, wo die meisten Technologie-Unternehmen ihren Sitz haben, bleiben die Büros derzeit generell geschlossen. Facebook kündigte an, der überwiegende Großteil der Facebook-Mitarbeiter solle noch mindestens bis Ende Mai von zu Hause aus arbeiten, auf eigenen Wunsch auch bis Ende des Sommers. Zunächst bis Ende Juni soll es auch keine Dienstreisen geben. Große Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen wurden bereits bis Ende Juni 2021 gestrichen.

Wifo: Fast jeder zweite Job geht auch im Home-Office
Home-Office-Potenzial gibt es nicht nur bei IT-Riesen, sondern auch in Österreich in vielen Firmen. Zu dieser Erkenntnis kommt eine Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Wifo. Fast die Hälfte der unselbstständig Tätigen in Österreich könnte von zu Hause aus arbeiten, schätzt man dort. Dabei können mehr Frauen ihren Job aus dem Home-Office ausüben als Männer. Insgesamt könnten demnach 45 Prozent Teleworking machen - 47 Prozent der Frauen und 43 Prozent der Männer.

Wifo-Expertin Julia Bock-Schappelwein verweist darauf, dass 60 Prozent der unselbstständig Beschäftigten in Österreich Jobs mit „nicht-manuellen Tätigkeitsschwerpunkt“ hatten, die sich grundsätzlich eignen könnten. Das gelte vor allem für Frauen (72 Prozent der Jobs), weniger für Männer (51 Prozent). Besonders geeignet seien Berufe ohne - oder mit wenig - persönlichem Kundenkontakt und mit „kognitivem Routine-Schwerpunkt“, wie es etwa für Bürotätigkeit gilt. Unter Berücksichtigung aller Einschränkungen kommt das Wifo auf rund 45 Prozent aller unselbstständig Beschäftigten - inklusive Lehrkräften - die Home-Office machen könnten.

Je älter Arbeitnehmer, desto eher nutzen sie Home-Office
Fünf Jahre vor der Corona-Krise (2015) hatte die Statistik Austria erhoben, dass rund 13 Prozent der Erwerbstätigen in Österreich ihre Arbeit zumindest teilweise von zu Hause aus verrichten. Damals griffen Frauen und Männer etwa gleich häufig darauf zurück, wobei die Nutzung mit dem Alter, der Qualifikation und der Hierarchie im Unternehmen stieg. Branchenspezifisch konzentrierte sich Home-Office auf das Bildungswesen oder den IT-Bereich, geographisch auf die Ostregion.

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