Große Verluste drohen

Helfer bei Erdbeer-Ernte fehlen jetzt

Niederösterreich
14.04.2020 08:00

Weil Saisonarbeiter aus Nachbarländern nicht einreisen dürfen, stehen für die Erdbeer-Ernte zu wenig helfende Hände zur Verfügung. Die Landwirte rechnen mit massiven Verlusten.

Ohne Arbeitskräfte stehen die heimischen Obst- und Gemüsebauern vor einer Katastrophe. Nicht nur die aktuelle Ernte, sondern auch die Vorbereitungen für das Jahr 2021 stehen an der Kippe.

Die verhängten Grenzschließungen der Nachbarländer und die damit verbundenen Einreiseverbote nach Österreich stellen heimische Betriebe vor große Herausforderungen. Fremdarbeitskräfte , die hierzulande die Produktion sichern, sind Mangelware. Um der Problematik Herr zu werden, haben Landwirtschaftskammer und Maschinenring die Online-Plattform „Die Lebensmittelhelfer“ für alle Interessierten gegründet. Die Resonanz ist aktuell noch ein wenig dürftig, die Not steigt weiter an.

„Bei mir haben sich schon zehn Leute gemeldet, einstellen würde ich aber 30“, erklärt Robert Strohmaier, Erdbeerbauer aus Hafnerbach, Bezirk St. Pölten. Die Aussaat für 2021 und der Erntetermin rücken aber immer näher. „Wir brauchen Menschen, die hart arbeiten können und auch verlässlich sind. Im heimischen System fehlt oft der Anreiz“, meint Strohmaier weiter. Seine Bio-Erdbeeren sind nun stark bedroht. Die Saison startet schon Mitte Mai, und dann geht es in lediglich 25 Tagen um den gesamten Jahresumsatz. Ohne entsprechenden Flugkorridor nach Rumänien oder mehr inländische Arbeitskräften verfault die Ernte teilweise auf den Feldern, heißt es.

Neun Euro pro Stunde verdienen übrigens die Helfer. Für manche Österreicher wohl auch in der aktuellen Krisenzeit zu wenig

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