31.03.2020 09:48 |

Auf Woche verteilt

Netzauslastung: Steam stellt Update-Versorgung um

Um die Belastung für die Infrastruktur in Zeiten von Heimarbeit und Ausgangsrestriktionen zu senken, hat nun auch der weltgrößte Spiele-Markt Steam eine Drosselung implementiert. Konkret will man Updates für länger nicht mehr gestartete Spiele ab sofort auf mehrere Tage verteilt an die User ausliefern. Das soll verhindern, dass es zu Belastungsspitzen kommt, wenn Gamer gigabyteweise Updates laden.

Computerspiele können heute durchaus 50 Gigabyte oder noch mehr Speicher belegen, auch Aktualisierungen sind schnell ein paar Gigabyte groß. Beim Spielen selbst erzeugen sie zwar nur eine geringe Belastung für die Netzinfrastruktur, weil die beim Online-Spielen übertragenen Datenmengen nicht sehr groß sind. Der erstmalige Download und die Updates belasten die Netze aber sehr wohl stärker.

Beim Steam-Betreiber Valve reagiert man darauf nun mit Änderungen beim Update-Download. Spiele, die länger als drei Tage nicht mehr gestartet wurden, erhalten eine niedrigere Priorität und werden mitunter mit ein paar Tagen Verzögerung aktualisiert. Spiele, die der Steam-User aktuell gerne spielt, erhalten die Updates weiterhin sofort.

Gamer können Netz auch selbst schonen
In einem Blogeintrag kündigt Valve weitere Optimierungen an, um die Netzauslastung durch Steam zu reduzieren. Auch für die Nutzer hat man einige Tipps parat - etwa, in den Steam-Einstellungen ein Zeitfenster für automatische Updates erstellen, in dem die Netzauslastung ohnehin eher gering ist, beispielsweise die Nachtstunden. Auch eine Reduzierung der Download-Bandbreite kann der Nutzer selber im Steam-Client einstellen.

Neben Valve haben noch einige andere Gaming-Konzerne ihre Dienste optimiert, um die Netzauslastung zu senken. Sony hat die Bandbreite beim PlayStation Network generell etwas gedrosselt, wodurch Updates und Installationen etwas langsamer als sonst erfolgen. Microsoft hat laut einem Bericht des IT-Portals „Golem“ Entwickler aufgefordert, Updates in den USA möglichst Wochentags in den Nachtstunden auszuliefern.

Sogar die WHO empfiehlt jetzt, zu spielen
Computerspielen hat als Hobby momentan viel Zulauf: Bei Steam und anderen Gaming-Diensten verzeichnete man in den vergangenen Wochen Nutzerrekorde. Zuletzt hat sich sogar die Weltgesundheitsorganisation WHO mit vielen Größen der Branche zusammengetan, um die Werbetrommel dafür zu rühren, daheim zu spielen, statt draußen andere zu gefährden.

Dominik Erlinger
Dominik Erlinger
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