19.03.2020 20:28 |

Erstmals seit 1954

Corona: Formel-1-GP von Monaco findet NICHT statt!

Der prestigeträchtige Formel-1-GP von Monaco wird heuer NICHT in Szene gehen! Der Automobil-Club von Monaco gab am Donnerstag die Absage des für 24. Mai geplanten Klassikers wegen der Coronavirus-Pandemie bekannt. Damit werden die Boliden erstmals seit 1954 nicht auf dem Stadtkurs ihre Runden drehen.

Wenige Stunden zuvor war der Grand-Prix noch so wie die WM-Läufe in den Niederlanden (3.5.) und in Barcelona (10.5.) verschoben worden. Damit wurden von den ersten sieben geplanten Rennen fünf verschoben (auch Bahrain, China sowie Vietnam) und Australien und Monaco abgesagt. An der Cote d‘Azur wurde das Aus am gleichen Tag bekannt gegeben, an dem vermeldet wurde, das Prinz Albert positiv auf das Virus getestet worden sei. Die Rennserie und der Weltverband FIA hoffen, dass die Saison „nach dem Mai“ beginnen könne, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung am Donnerstag. Die Entscheidung, im Mai nicht zu starten, sei gemeinsam mit den Rennveranstaltern getroffen worden. Ziel sei es, die Gesundheit und Sicherheit der reisenden Angestellten der Teams und der Fans zu gewährleisten.

Das erste Rennen im ursprünglichen Kalender wäre nun der GP von Aserbaidschan in Baku am 7. Juni. Der GP von Österreich in Spielberg ist am 5. Juli angesetzt. Ursprünglich sollten in diesem Jahr die Rekordzahl von 22 Grands Prix gefahren werden. Die Formel 1 und die FIA prüfen nun neue Kalendervorschläge. Ziel sind dem Vernehmen nach mindestens 17 Rennen. Dafür wurde auch die für August geplante Sommerpause auf März/April vorgezogen. Der Automobil-Club von Monaco teilte mit, dass die Situation aus mehreren Gründen „untragbar“ sei.Angeführt wurden der unklare weitere weltweite Verlauf der Pandemie, die Unsicherheit, welche Teams überhaupt teilnehmen könnten, fehlende freiwillige Helfer sowie die Einreisebeschränkungen und die schwierige Situation im Nachbarland Italien. Darum sei es „unter keinen Umständen“ möglich, das Rennen heuer auszutragen, hieß es in der ACM-Stellungnahme.

Laut Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko sollen durch den Wegfall der Sommerpause und eine Verlängerung bis in den Dezember 18 Rennen möglich sein. „Der Plan schaut jetzt so aus, dass die jetzt abgesagten Rennen dann in einem intensiven Programm über den Sommer und bis in den Dezember hinein nachgeholt werden, sodass man auf einen Rennkalender von circa 18 Veranstaltungen kommen wird“, sagte Marko im ORF-Radio.

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