18.03.2020 12:00 |

Fast Normalbetrieb

Trotz Corona: Bauernmarkt in Graz boomt!

Auf dem Bauernmarkt in Graz-Eggenberg herrscht am Mittwoch annähernd so viel Betrieb geherrscht wie in den vergangenen Wochen. Es sind zwar etwas weniger Marktstände aufgebaut, doch die Besucherzahl hat sich nach Angaben der Verkäufer nicht verringert. Gähnende Leere herrscht dagegen in einem Einkaufszentrum, in dem nur wenige Geschäfte geöffnet haben.

Am Hofbauermarkt ist sichtbar der Frühling eingekehrt: Ob beim Gemüse oder bei den Blumen, überall herrscht nun Abwechslung zur Winterware. Lauch, Kraut und Vogerlsalat werden abgelöst von Löwenzahnsalat und ähnlichen Frühlingsboten. Auch die Blumenstände sind gut gefüllt mit Stiefmütterchen, Bellis, Vergissmeinnicht, werden allerdings weniger frequentiert.

Gute Laune
„Die Leute kaufen ganz normal ein, vielleicht ein bissl mehr haltbare Sachen zusätzlich“, meint eine Standlerin. Die Laune lässt sich sichtlich niemand verderben, die meisten Besucher und Verkäufer kennen einander schon lange. „Ich gehe lieber auf den Markt als in ein Geschäft, an der frischen Luft ist es, glaub ich, sicherer“, sagt eine Besucherin mit vollem Gemüsekorb.

„Manche Leute sind ungehalten“
Beim Obst wird das Angebot im Moment ständig weniger, die Äpfel und Birnen gehen langsam zur Neige. „Manche Leute sind ungehalten, weil es etwas nicht mehr gibt, aber was soll ich machen“, erzählt die Verkäuferin, die neben Obst auch Schnäpse, Saft und Eier anbietet.

Einkaufszentrum leer
Fast völlig leer zeigt sich dagegen das Einkaufszentrum Citypark, in dem neben einem Lebensmittelgeschäft lediglich Reformhaus, Trafik und Bauernladen geöffnet sind, ganze Teile sind überhaupt abgesperrt. In einem Handyshop stehen drei Verkäufer sichtlich gelangweilt herum. Als sich jemand wegen eines neuen Handys erkundigen will, heißt es, man habe derzeit nur Notdienst. Das beträfe nicht funktionierende Internetverbindungen - „das gehört zur Grundversorgung“ - und kaputte Telefone.

Regale gut gefüllt
Im Lebensmittel-Supermarkt herrscht fast gespenstische Leere, die Regale sind allerdings gut gefüllt. Zum Platzen gefüllt sind vor allem die Stellagen mit Osterwaren, die die wenigen Besucher ignorieren. Eine ältere Frau an der Kassa verweigert die Rabattmarken - „das zahlt sich in meinem Alter nicht mehr aus“ und beteuert, sie habe keine Angst, einkaufen zu gehen. Ein junges Paar hält mindestens zwei Meter Sicherheitsabstand zu andern Einkaufenden und bezahlt seine fünf Tiefkühlpizzen brav mit Karte. Zu drastischen Maßnahmen hat eine Kassierin in einem anderen Geschäft gegriffen: Sie arbeitet gleich mit Vollvisier aus Plexiglas.

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