02.03.2020 12:37 |

„Kein Durchwinken“

Geld und Personal für Grenzschutz zugesichert

Tausende Migranten versuchen aktuell, nach Europa zu gelangen. Laut einem Bericht von Frontex wird sich die Lage an der türkisch-griechischen Grenze in den kommenden Tagen noch verschärfen. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) besuchte am Montag den burgenländischen Grenzübergang Nickelsdorf und sicherte dort Geld und Personal für den Grenzschutz zu. „Es wird kein Durchwinken geben. Man muss den Menschen klarmachen, es hat keinen Sinn, sich auf den Weg zu machen“, betont Nehammer.

Nach der Ankündigung der Türkei, die Grenzen zur EU zu öffnen, versuchen, wie berichtet, Tausende Migranten, nach Westeuropa zu gelangen. Laut UNO harren rund 13.000 Migranten bei Kälte auf der türkischen Grenzseite zu Griechenland aus. Unter ihnen sollen auch viele Kinder sein.

Frontex warnt: „Lage spitzt sich zu“
Laut einem Bericht der Grenzschutzagentur Frontex wird sich die Lage an der türkisch-griechischen Grenze in den kommenden Tagen stark zuspitzen. „Es wird schwierig sein, den massiven Strom von Menschen, die sich auf die Reise gemacht haben, zu stoppen“, heißt es darin. „Darum ist kurzfristig in den kommenden Tagen noch ein Anstieg des Drucks zu erwarten - auch sogar in dem Fall, dass die türkischen Behörden handeln sollten, um Grenzübertritte zu verhindern“, warnt Frontex. Die Grenzschutzagentur setzte die Alarmstufe für sämtliche EU-Grenzen zur Türkei auf „hoch“.

Personelle, materielle und finanzielle Hilfe
Sollten Migranten bis zur österreichischen Grenze kommen, seien diese anzuhalten, sagt Innenminister Nehammer, der am Montagvormittag am burgenländischen Grenzübergang Nickelsdorf mit seinem ungarischen Amtskollegen Sándor Pintér zusammengetroffen ist. Österreich möchte Griechenland und die anderen von Migration betroffenen Balkanländer „personell, materiell und finanziell“ unterstützen, wie der Innenminister nach einem Treffen mit Pintér sagte.

19 Beamte unterstützen ungarische Kollegen
Nehammer sprach von drei Sicherheitsnetzen, die zum europäischen Grenzschutz beitragen: Das erste stelle der Schutz der EU-Außengrenzen, etwa in Griechenland, dar, das zweite die Länder auf den Migrationsrouten und das dritte der österreichische Grenzschutz. Nehammer übergab Pintér symbolisch eine Gruppe von Polizisten, die in Zukunft an der ungarisch-serbischen Grenze Dienst tun sollen. Zu den 19 Beamten sollen in weiterer Folge noch zwei Hundeführer und deren Tiere stoßen.

Beide Minister betonten, dass die Polizisten aus Österreich nicht nur die Grenzen Ungarns schützten, sondern auch für Österreichs Sicherheit sorgten. Nehammer wünschte den Beamten „von Herzen einen sicheren, aber erlebnisreichen Einsatz“. Das Allerwichtigste sei aber, dass sie „wieder gesund zu ihren Familien nach Hause kommen".

Kronen Zeitung, krone.at

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