12.11.2019 14:43 |

Kreditkartendaten

Israel liefert russischen Hacker an die USA aus

Israel hat einen mutmaßlichen Hacker aus Russland am Dienstag an die USA ausgeliefert. Dem israelischen Justizministerium zufolge werden dem Mann unter anderem „Betrug mit elektronischen Mitteln“, das Eindringen in Bankkonten, Identitätsdiebstahl sowie Geldwäsche vorgeworfen.

Dem Auslieferungsantrag nach soll der mutmaßliche Hacker eine Webseite verwaltet haben, die illegal Zugangsdaten von mehr als 150.000 Kreditkarten zum Verkauf anbot. Der Russe habe auch ein Forum für Cyber-Kriminelle eingerichtet. Opfern in den USA habe er laut Verdacht finanzielle Schäden in Höhe von umgerechnet 18 Millionen Euro zugefügt.

Israels Höchstes Gericht hatte am Montag einen Antrag gegen die Auslieferung abgelehnt. Die russische Botschaft in Israel kritisierte die Entscheidung nach Angaben der „Times of Israel“ als Verstoß gegen die Rechte des Russen und nicht hilfreich für die Beziehungen zwischen Israel und Russland.

Moskau wollte Gefangenenaustausch
Israel hatte den mutmaßlichen Hacker 2015 auf Bitten der USA festgenommen. Der Fall hatte zuletzt auch für Aufmerksamkeit gesorgt, weil Medien berichtet hatten, Moskau habe ihn gegen eine junge Israelin austauschen wollen, die in Russland wegen Drogenvergehen zu 7,5 Jahren Haft verurteilt worden war. Israel habe dies abgelehnt.

Die russischen Behörden hatten die Israelin den Berichten zufolge im April mit 9,6 Gramm Marihuana im Gepäck auf dem Moskauer Flughafen festgenommen. Sie habe sich auf der Durchreise von Indien nach Israel befunden. Die junge Frau besitzt demnach auch einen amerikanischen Pass.

Die Strafe wird in Israel als viel zu hart angesehen. Im vergangenen Monat hatte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu nach Angaben seines Büros Russlands Präsidenten Wladimir Putin um die Begnadigung der jungen Frau gebeten.

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