06.11.2019 20:04 |

Lufthansa-Streik

Auch am Flughafen Wien fallen Flüge aus

Der Streik der Lufthansa-Flugbegleiter am Donnerstag und Freitag geht auch am Flughafen Wien-Schwechat nicht spurlos vorüber. Insgesamt hat die Lufthansa ja 1300 Flüge für diese beiden Tage abgesagt. Am Donnerstag werden in Schwechat 13 Lufthansa-Flüge von und nach Wien ausfallen, erklärte Flughafen-Sprecher Peter Kleemann am Mittwochabend.

Nach dem Arbeitsgericht Frankfurt am Main in erster Instanz hatte am Mittwochabend auch das Hessische Landesarbeitsgericht in zweiter Instanz einen Eilantrag der Lufthansa gegen den ab Donnerstag geplanten Streik der Flugbegleiter abgewiesen. Der Streikaufruf der Gewerkschaft UFO sei rechtens, entschied das Gericht in Frankfurt.

Von dem Streik betroffen sind in Wien die AUA-Destinationen München mit sechs Flügen (drei hin, drei zurück) und Frankfurt mit sieben Flügen (vier hin, drei zurück). Die übrigen sieben Lufthansa-Flüge, die für Donnerstag geplant sind, würden aus derzeitiger Sicht durchgeführt, so Flughafensprecher Kleemann. Das betrifft zwei Flüge von/nach München und fünf Flüge von/nach Frankfurt. Der Flughafen Wien empfiehlt Reisenden, sich bei der Fluglinie bezüglich ihrer gebuchten Flüge zu erkundigen. Zum Größenvergleich: Der Airport Wien-Schwechat verzeichnet üblicherweise pro Tag rund 700 Flüge, 13 davon fallen am Donnerstag streikbedingt aus.

180.000 Passagiere betroffen
Rund 180.000 Passagiere der Lufthansa sind wegen des zweitägigen Streiks der Flugbegleiter - von Donnerstag ab 0 Uhr bis Freitag 24 Uhr - von Flugausfällen betroffen. Das Unternehmen sagte für Donnerstag und Freitag zusammen rund 1300 Flüge ab.
Das ist zwar nur ein jeweils kleinerer Teil des weltweiten Programms des Luftverkehrskonzerns mit täglich rund 3000 Flügen, an deutschen Flughäfen ist aber ein Großteil der Starts mit LH-Flugnummern abgesagt, darunter auch zahlreiche Interkontinentalverbindungen von den beiden Drehkreuzen Frankfurt und München.

In der genannten Gesamtzahl von 3000 Flügen sind auch Flüge nicht bestreikter Flugbetriebe wie Swiss, Austrian Airlines, Edelweiss oder Brussels Airlines enthalten. Die Gewerkschaft UFO hat bisher nur zu einem Streik bei der Lufthansa-Kerngesellschaft aufgerufen, die laut Konzern an den beiden Tagen jeweils rund 1100 Flüge weltweit absolvieren sollte. Abgesagt wurden nun 700 Flüge am Donnerstag und 600 am Freitag.

UFO hat sich vorbehalten, den Streik auf bis zu vier weitere Flugbetriebe mit deutschem Tarifrecht auszuweiten, die insbesondere noch für die Tochter Eurowings unterwegs sind. Ihren Kunden hat Lufthansa bereits umfangreiche und kostenfreie Umbuchungsmöglichkeiten angeboten.

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