03.10.2019 09:03 |

Experte überzeugt:

Digitalwährung von Notenbanken „unausweichlich“

An der Einführung einer Digitalwährung von Notenbanken führt nach Einschätzung eines hochrangigen Vertreters der US-Notenbank Fed kein Weg vorbei. Dieser Schritt sei unausweichlich, sagte der Chef der Notenbank von Philadelphia, Patrick Harker, am Mittwoch auf einer Bankenkonferenz.

Die US-Notenbank sollte seiner Ansicht zufolge ihre Fühler ausstrecken. Allerdings sollte sie nicht die erste Notenbank sein, die Digitalgeld auf den Markt bringt, da der Dollar die Weltreservewährung sei und die neue Technologie zunächst getestet werden müsse.

Bedenken wegen Facebook-Digitalgeld Libra
Facebooks Pläne für eine eigene Kryptowährung hatten aus Sicht von US-Notenbank-Chef Jerome Powell ernsthafte Bedenken ausgelöst. Diese beträfen die Privatsphäre, Geldwäsche, den Verbraucherschutz und die Finanzstabilität, sagte der oberste US-Währungshüter im Sommer in einer Anhörung vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses.

Das Online-Netzwerk hatte unlängst angekündigt, eine eigene Cyberdevise mit dem Namen „Libra“ in der ersten Hälfte 2020 an den Start zu bringen und damit in den weltweiten Zahlungsverkehr einzusteigen. Mit den Plänen hatte Facebook weltweit Notenbanken und Finanzaufseher aufgeschreckt.

Angesichts der starken Kritik an der geplanten Digitalwährung sollen einige große Partner ihre Beteiligung an dem Projekt aktuell jedoch überdenken. Die Kreditkarten-Riesen Visa und Mastercard sowie andere Finanzpartner sollen US-Medien zufolge durch den Widerstand aus der Politik in den USA und Europa abgeschreckt sein.

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