Pech, Schiri, Fans

Aufruhr bei Rapid: „Das geht gar nicht!“

Nach Rapids 3:3 gegen Hartberg: Ljubicic hat’s wohl nicht schlimm erwischt, Referee Ebner gibt Fehler zu und Boss Krammer ist sauer auf die eigenen Fans.

„Irgendwann ist es dann aber genug“ - Der Schlusssatz von Didi Kühbauer nach dem wilden 3:3 mit Stefan Schwabs Ausgleich - sein 50. Liga-Treffer und Rapids 100. Liga-Tor im Allianz-Stadion - in Minute 96 gegen Hartberg. Rapids Trainer sprach da von der Verletzungsmisere. Auch wenn Dejan Ljubicic (Knie verdreht) wohl Glück im Unglück gehabt haben dürfte. Schon gegen die Steirer saßen mit Velimirovic, Debütant Ibrahimoglu, Savic und Arase fast nur Talente auf der Bank. „Ich habe nicht mehr Spieler“, so Kühbauer. „Aber ich vertraue allen.“

Schiri gibt Fehler zu
Indes sinkt das Vertrauen in die Referees. Weil der Pfiff ausblieb, als Kainz Fountas im Strafraum legte, es plötzlich 3:2 für die Gäste statt für Rapid stand. Was auch Referee Stefan Ebner im Sky-Interview bedauerte, ehrlich zugab: „Jetzt, wenn ich die TV-Bilder sehe, muss ich sagen, dass es ein Elfer war.“ Da hätte auch er sich den Videobeweis gewünscht - in Österreich muss man aber noch bis 2021 warten.

Hier sehen Sie, wie „Panther“ Michael Konsel die aktuelle Lage bei Rapid beurteilt:

Das höchste Gut
Die größten Diskussionen lösten aber die Fans aus. Als der Block West im Cup Ex-Rapidler Max Wöber beschimpfte, blieb ein öffentliches Statement von Rapid aus. Was viele als Kniefall des Klubs kritisierten, auch wenn sich Präsident Michael Krammer persönlich beim Neo-Salzburger und seinen Eltern entschuldigt hatte.

Krammer ist sauer
Jetzt aber marschierten zwei Ultras-Vertreter über zwei Tribünen in eine Sponsoren-Loge, zerrissen - für alle sichtbar - das Entschuldigungstransparent (Bild links) einiger VIP-Gäste. „Das geht gar nicht“, ist Krammer sauer. Zumal der Klub alle Spruchbänder (auch harte Kritik) im Block West stets duldete, sofern sie nicht rassistisch oder strafrechtlich relevant sind. Meinungsfreiheit als höchstes Gut. „Das muss für alle gelten“, so Krammer. „Aber ich gieße kein Öl ins Feuer. Meine Aufgabe ist es, den Konflikt intern zu lösen, sicher nicht über die Medien.“ Er will es mit Gesprächen mit beiden Parteien an einem Tisch versuchen.

Trotz toller Atmosphäre, vieler löblicher Charity- und Spendenaktionen (derzeit für Wacker Innsbruck) - damit wurde der Block West seinem Ruf als mächtig und unkontrollierbar wieder gerecht. Scheinbar gewollt.

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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