25.09.2019 08:00 |

Neue Regelungen

Förder-Wirrwarr bedroht kleine steirische Imker

Die neue Umverteilung von Fördergeldern bedroht kleine steirische Imkereien - und die machen immerhin den Großteil der Honigmacher im Bundesland aus. Während Beihilfen für Investitionen erhöht wurden, wird bei Sicherheitskontrollen gespart - und das, obwohl Seuchen verstärkt drohen. Grünen-Nationalratswahlkandidat und Imker Thomas Waitz hat mit der „Krone“ gesprochen.

Jeder Imker muss seinen Honig untersuchen lassen. So soll die Qualität abgesichert und Seuchen vorgebeugt werden. Bis dato bezahlten die kleinen Imkerei-Betriebe dafür 20 Prozent Selbstbehalt - bis es im Frühjahr auf einmal vierzig waren. Unangekündigt schien der neue, höhere Betrag auf den Rechnungen auf: Statt 17,50 Euro für die Honiguntersuchung waren es plötzlich 26, statt 24 für die Pollenanalyse auf einmal 40 Euro.

Nachgeforscht hat der grüne Nationalratswahlkandidat Thomas Waitz. Er ist auch privat betroffen: In der Gemeinde Leutschach im Bezirk Leibnitz unterhält er eine kleine Imkerei mit 35 Bienenvölkern.

Die damalige Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) hatte eine Reform auf den Weg gebracht: Die Fördergelder wurden von der Kontrolle zur Investition umgeleitet. Der Ministerrat hat die neue Verteilung noch nicht beschlossen, durchgeführt wurde sie trotzdem.

Kontrollen gefährdet
Die großen Betriebe würden von der Reform profitieren, während die kleinen belastet würden, sagt Waitz. Außerdem steige so die Seuchengefahr, etwa durch die weitverbreitete Amerikanische Fallbrut. „Das führt dazu, dass die Imker den Honig nicht mehr so intensiv kontrollieren lassen“, so Waitz - denn wirtschaftlich würde es sich für sie einfach nicht ausgehen.

Hannah Michaeler
Hannah Michaeler
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