23.09.2019 11:05 |

Zehn Jahre Haft drohen

Doping-Anklage gegen Denifl: Es geht um 500.000 €!

Die Doping-Lawine in Österreich hinterlässt ihre Spuren: Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat nun auch gegen den 32-jährigen Stefan Denifl Anklage wegen gewerbsmäßig schweren Betruges eingebracht! Er war im März 2019 kurzfristig festgenommen worden und hatte sich im Ermittlungsverfahren umfassend geständig gezeigt. Es geht um eine Schadenssumme in der Höhe von 500.000 Euro!

Denifl wird vorgeworfen, beginnend im Jahre 2014 bis zur Beendigung seiner Profikarriere Ende 2018 Blutdoping praktiziert und Wachstumshormone genommen zu haben, obwohl er sich gegenüber seinen Geldgebern, dem internationalen Radsportverband und den Veranstaltern von Bewerben verpflichtet hatte, dies nicht zu tun und sich an die Anti-Doping-Regeln zu halten.

Es besteht der Verdacht, dass die Zahlungen, die die getäuschten Geldgeber in Unkenntnis seines Dopings an ihn geleistet haben, insgesamt über 500.000 Euro betragen. „Das Verbrechen des gewerbsmäßig schweren (Sport-)Betruges ist im Falle eines - wie hier nach der Verdachtslage anzunehmenden - über 300.000 Euro gelegenen Schadens mit Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren bedroht“, so die Staatsanwaltschaft.

Anklage gegen Hauke
Auch gegen den ehemaligen ÖSV-Langläufer Max Hauke wurde Anklage eingebracht. Ihm wird zur Last gelegt, dass er beginnend mit der Saison 2015/2016 die Anti-Doping-Regeln verletzt hat, indem er sich vom deutschen Sportmediziner und dessen Helfern mit Eigenblutdoping betreuen ließ und darüber hinaus Wachstumshormone zu sich genommen hat, um seine Leistungen zu steigern. Die dadurch von ihm zu Unrecht bezogenen Leistungen betragen über 50.000 Euro. Für den Fall eines anklagekonformen Schuldspruches droht eine Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis zu 5 Jahren.

Beide Anklagen waren vorerst noch nicht rechtskräftig. Somit stehen auch noch keine Prozesstermine fest.

krone Sport
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