16.09.2019 12:47 |

Gefährliche Liquids?

E-Zigaretten: Österreich und die USA im Vergleich

Die Causa mit bisher sechs Toten in Zusammenhang mit dem Gebrauch von E-Zigaretten in den USA führt zu der Frage, wie die Situation hierzulande aussieht. Das diesbezügliche Regelwerk ist die EU-Tabakprodukte-Richtlinie. Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) ist in Österreich für die Marktbeobachtung zuständig.

„Nikotinhaltige Produkte dürfen keine Vitamin E-Zusätze enthalten. Das ist eine EU-Vorgabe die wir umgesetzt haben“, sagte Franz Pietsch, zuständig im Gesundheitsministerium. In den USA hatte man zunächst solche Zusätze eventuell mit den aufgetretenen Gesundheitsproblemen in Verbindung gebracht. Die Relationen bei sechs möglichen durch die E-Zigaretten verursachten Todesfälle in den Vereinigten Staaten ist sprichwörtlich „schief“. Allein in Österreich sterben jedes Jahr rund 14.000 Menschen am Tabakkonsum - vor allem durch die „normalen“ Zigaretten.

Bei uns sind solche E-Zigarette nicht am Markt
Die Hersteller von E-Zigaretten etc. müssen ihre Produkte bei der EU „einmelden“. Das taten auch US-Unternehmen für derzeit in den Vereinigten Staaten umstrittene Produkte. Doch das bedeutet nicht, dass die Produkte dann in den Verkehr gebracht werden dürfen. „In Österreich sind solche E-Zigaretten nicht auf dem Markt. Die AGES hat 150 Produkte geprüft“, sagte Pietsch. Bedenkliche Produkte wurden nicht festgestellt.

Regeln für Tabakerhitzer weniger streng als für Zigaretten
Die herkömmlichen E-Zigaretten sind in der EU übrigens weniger streng geregelt als die seit 2016 neu auf dem Markt aufgetauchten Geräte, die echten Tabak erhitzen (Iqos etc.). Anders als E-Zigaretten verdampfen solche Geräte keine nikotinhaltige Flüssigkeit, sondern erhitzen echten Tabak, verbrennen ihn aber nicht. „Für diese Produkte gibt es ein Zulassungsverfahren bei der EU“, sagte Pietsch.

THC-haltige Zigaretten hierzulande streng reguliert
Die Affäre in den Vereinigten Staaten dreht sich auch um THC-hältige E-Zigaretten. Die dürfen in Österreich ab einer THC-Konzentration von mehr als 0,3 Prozent überhaupt nicht verkauft werden. In den USA sind alle Überwachungs- und Überprüfungsagenden bei der Food and Drug Administration (FDA) konzentriert.

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