06.09.2019 07:27 |

Experten wissen

Hundertprozentige Sicherheit am Berg gibt es nicht

Nach der Steinlawine beim Kapruner Moserbodenstausee, äußert ein „Krone“-Leser Bedenken zur Sicherheit der Wanderroute. Die Bergrettung und der Landesgeologe Rainer Braunstingl teilen seine Bedenken nicht. Hundertprozentige Sicherheit gebe es nie, so der Tenor. Auch Everest-Legende Peter Habeler weiß: „Unsere Berge werden immer gefährlicher!“ Der Weg bleibt bis nächste Woche gesperrt.

„Den Kammerschartensteig hätte man schon früher sperren sollen“, meint „Krone“-Leser Erhard Peinthor. Nachdem vor zwei Tagen bei Kaprun ein Wander getötet und vier weitere durch einen Steinschlag verletzt wurden, erinnert Peinthor sich zurück. Ende August wanderte er den selben Weg. Am Hang gegenüber beobachtete er ebenfalls eine Steinlawine . Dass man nicht mehr auf die Sicherheit geachtet habe, versteht er nicht.

Experten können seiner Kritik wenig abgewinnen. Der tragische Vorfall sei nicht falsch zu werten. „Felsabgänge sind nichts ungewöhnliches“, sagt der Kapruner Bergretter Harald Etzer. Auch Landesgeologe Rainer Braunstingl relativiert. „Es ist unmöglich einen Gesteinshang voll abzusichern.“ Braunstingl war donnerstags vor Ort. Auf seinen Rat bleibt der Steig bis nächste Woche gesperrt.

Nikolaus Pichler
Nikolaus Pichler
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