06.09.2019 07:00 |

Premiere in Innsbruck

Sprechstunde für Patienten mit Speichelsteinen

Nieren- oder Blasensteine sind landläufig bekannt, aber haben Sie schon einmal etwas von Speichelsteinen gehört? Das Wissen über die kleinen Ablagerungen im Hals ist eher wenig verbreitet, dabei verursachen Speichelsteine schmerzhafte Schwellungen und Entzündungen. Die Innsbrucker HNO-Klinik startet nun österreichweit erstmalig mit einer eigenen Sprechstunde für Betroffene.

Der Leidensweg der Patienten ist oft schon sehr lang, die Schmerzen sehr groß – „dabei sind Speichelsteine eine der häufigsten Ursachen für entzündliche Veränderungen der großen Kopfspeicheldrüsen des Menschen“, informieren die tirol kliniken. Etwa 1,2 Prozent der Bevölkerung leiden an Speichelsteinen, ohne es zu wissen. „Meistens treten sie bei 30- bis 50-jährigen Erwachsenen auf. Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen“, klären die Ärzte auf. Kleinere Steine werden meist mit dem Speichel ausgespült. Größere können hingegen Drüsenausführungsgänge verstopfen und so zu schmerzhaften Schwellungen und eitrigen Entzündungen führen. „Die Symptome treten meistens unmittelbar nach dem Essen, manchmal sogar beim Anblick von Speisen auf“, erklären die Ärzte.

Österreichweit einizige Sprechstunde
Warum und wie Speichelsteine entstehen, darüber wisse man auch in der Fachwelt wenig. Zur Untersuchung und Entfernung gibt es aber moderne Methoden – die Innsbrucker HNO-Klinik ist österreichweit eine der wenigen medizinischen Einrichtungen, die sie auch anbieten. Und die einzige mit einer eigenen Sprechstunde für Betroffene.

Minimal-invasive Eingriffe unter Narkose
Bei der so genannten Sialendoskopie wird eine winzige Kamera in die Speicheldrüse eingeführt. So können Steine sichtbar gemacht und mit Mikro-Zangen entfernt sowie Engstellen ausgedehnt werden. „Der Eingriff erfolgt unter kurzer Narkose und ist risikoarm“, heißt es von den tirol kliniken. Früher musste die Speicheldrüse operativ über einen Schnitt am Hals ganz entfernt werden. Diese Zeiten seien aber vorbei.  Neben der Sialendoskopie gibt es auch die Laser-Lithotripsie, ein minimal-invasiver Eingriff, bei dem die Steine mit Laser-Strahlen zerstört werden. Nach einer Entfernung können Patienten noch am selben Abend schmerzfrei essen.

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