Dickel sieht „Itaker“

Owomoyela sorgt mit Hitler-„Gag“ für BVB-Wirbel!

So schön könnte es dieser Tage in der BVB-Welt sein - immerhin durfte sich die schwarz-gelbe Fan-Schar am Samstag mit dem 2:0-Supercup-Erfolg gegen Bayern München über einen gelungenen Start in die neue Saison freuen! Doch stattdessen muss man sich auf einmal mit Rassismus-Kritik an zwei Kommentatoren des eigenen BVB-TVs herumschlagen. Konkret geht es um Norbert Dickel, seit 1992 Stadionsprecher der Dortmunder, und Ex-Fußballer Patrick Owomoyela, die bei einem Testspiel vor wenigen Wochen verhaltensauffällig geworden waren.

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So hatten sich die beiden Herren während der Partie von Borussia Dortmund gegen Udinese in der Altacher Cashpoint-Arena gleich mehrfach in einen „Wirbel“ hineingeredet: Etwa als sie nicht nur einmal den für Italiener nicht gerade positiv konnotierten Begriff „Itaker“ verwendeten und sich zusätzlich über die Namen der Spieler von Udinese lustig machten - Kevin Lasagna wurde so zu „Lasagne“ und Ignacio Pussetto wurde zu „Prosecco“. Dickel schob zwar noch ein „Itaker ist ja […] keine Beleidigung. Ich mag alle Italiener“, nach, aber ob das wirklich das zuvor Gesagte gutmachen konnte?

Später verstörte dann Owomoyela, der während seiner aktiven Zeit oftmals selbst mit rassistischen Anfeindungen konfrontiert worden war, die Zuschauer von BVB-TV mit an „Ober-Nazi“ Adolf Hitler gemahnendem Tonfall. Zum Spiel in der Heimstätte des SCR Altach „erinnerte“ er an „große Schlachten, die hier schon geschlagen wurden“. Was witzig gemeint gewesen sein dürfte, fliegt den beiden Herren nun jedenfalls gehörig um die Ohren - weder beim eigenen Anhang noch bei der Klubführung von Borussia Dortmund kam die Art und Weise des Kommentierens von Dickel und Owomoyela an.

Das Video von der Partie wurde umgehend von der Homepage gelöscht, auch im Youtube-Kanal des BVB ist es nicht mehr aufrufbar. Dickel und Owomoyela entschuldigten sich beim Klub und er förmlich auch in einem Fan-Forum. Inzwischen gibt es auch eine offizielle Stellungnahme des BVB zu der Causa:„Owomoyela und Dickel engagieren sich bei uns seit Jahren intensiv in der Anti-Rassismus-Arbeit. Beiden waren ihre Äußerungen […] ausgesprochen unangenehm. Sie waren zutiefst enttäuscht von sich selbst! Deshalb sind sie unmittelbar nach der Übertragung auf die Geschäftsführung zugegangen.“

Man habe das Fehlverhalten sanktioniert und beiden unmissverständlich verdeutlicht, „dass ihr Versuch witzig zu sein vollkommen schiefgelaufen ist, absolut deplatziert war und derlei Äußerungen bei uns keinen Platz haben.“

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