Zu alter Stärke

Rapid: Ohne Europa-Ticket zum Erfolg verdammt!

Die Saison 2016/17 konnte noch als Betriebsunfall gewertet werden, doch dann kam jene 2018/19: Zum zweiten Mal binnen drei Jahren floppte Rapid in der Liga, verpasste so einen internationalen Wettbewerb. Was den nach wie vor treuen Fans (für die neue Saison wurden rund 12.000 Abos verkauft) bleibt, ist die Hoffnung auf Besserung. Die neue mögliche Erfolgsformel heißt 3-5-2: Auf dieses System schwor Trainer Didi Kühbauer seine Mannen in der Vorbereitung ein. „Wir haben versucht, das Spiel schneller zu machen. Das ist fürs Erste gut gelungen“, sagt der Coach.

Am Spielersektor haben die Wiener 22 Mann an Bord. Eine Woche vor dem Liga-Start sollte für den zu Celtic abgegangenen Bolingoli vom LASK noch Max Ullmann zum Team stoßen, der als Sportdirektor heimgeholte Zoran Barisic hat aber vorne noch Handlungsbedarf: Da ist das Team nach den Abgängen von Deni Alar und Andrija Pavlovic mit einer echten Spitze (Aliou Badji) sehr dünn aufgestellt. Der Verbleib von Thomas Murg ist offen. Mit Thorsten Schick stieß ein Meister-Kicker (zwei Titel mit YB Bern) hinzu, Taxiarchis Fountas macht Fortschritte.

Das zu oft dürftige Liga-Abschneiden geht einher mit einer schwachen Heimbilanz: Seit Rapid im Juli 2016 ins Allianz-Stadion eingezogen ist, hat Hütteldorf seinen Ruf als Festung verloren. In drei Saisonen bzw. 54 Liga-Heimpartien kam Rapid nur auf 26 Siege und einen Punkteschnitt von 1,69 Zählern. In den zwei Jahren im Ausweich-Quartier Happel-Stadion war der Schnitt klar besser (2,03), davor das „Hanappi“ bei den Gegnern ohnehin weitaus gefürchteter.

Prognose: Bei einem Budget von 30 Millionen und ohne Mehrfachbelastung ist die Zielvorgabe klar: Top 3 - machbar, wenn das Team wieder Kontinuität zeigt.

Christian Reichel, Kronen Zeitung

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