30.06.2019 06:00 |

In Innsbruck

Grüne wählten Spitzenduo für Nationalratswahl

Mit einem Spitzenduo aus Erneuerung und Erfahrung wollen die Tiroler Grünen bei der Nationalratswahl ein starkes Comeback feiern. Bei der Landesversammlung auf der Villa Blanka fanden sich dazu am Samstag trotz strahlendem Sonnenschein über 130 Mitglieder ein, um die vorderen Plätze für die Landesliste zu wählen. 

Als Listenerste und damit Spitzenkandidatin in Tirol setzte sich die 28-jährige Grüne Innsbrucker Gemeinderätin Barbara Neßler in einer spannenden Stichwahl mit 51,2 Prozent gegen Stefanie Gartlacher durch. „Ich freue mich riesig über das Vertrauen der Grünen Landesversammlung und auf die kommenden Wochen, die ganz im Zeichen der Klimawahl stehen werden. Denn jetzt ist die Zeit, auf die wir hingefiebert haben: bringen wir gemeinsam die Grünen, dorthin wo sie hingehören- zurück ins Parlament!“, richtete sich die glückliche Innsbruckerin an die Mitglieder der Tiroler Grünen.

Rückenwind sieht die Grüne Spitzenkandidatin durch die Fridays For Future Bewegung, die sich in den vergangenen Monaten zu einer weltweiten Bewegung entwickelt hat. „Erstmals sind wir nicht alleine mit unserem kompromisslosen Eintreten für den Umwelt- und Klimaschutz. Tausende junge Menschen gehen dafür auf die Straße. Gemeinsam mit den vielen jungen Menschen in ganz Österreich werden wir für eine bessere Zukunft kämpfen. Diesen Rückwind wollen wir nützen, nicht nur für Klimaschutz, sondern auch um Umweltschutz, eine gerechte Bildungspolitik und Anstand und Glaubwürdigkeit zurück ins Parlament“, so Neßler.

Nicht minder spannend verlief die Wahl um Platz zwei, um die sich fünf Personen bewarben. Bereits im ersten Wahldurchgang setzte sich der Schwazer Umweltreferent und ehemalige Landtagsvizepräsident Hermann Weratschnig mit 61 Prozent der abgegeben Stimmen durch. Als Verkehrsexperte wolle er sich in Wien mit ganzer Kraft für die Mobilitätswende und für Verkehrsreduktion einsetzen. „ Die Tirolerinnen brauchen im Kampf gegen den überbordenden Transitverkehr starke Grüne im Nationalrat. Wir stehen im Transitnotstand und die Versorgung im Inntal ist gefährdet“, so Weratschnig in seiner Rede.

Die beiden geben als klares Wahlkampfziel zwei Mandate aus. „Wir wollen ein starkes Comeback im Nationalrat feiern. Daher werden wir als Spitzenduo im ganzen Land unterwegs sein und um Stimmen werden“, so Neßler und Weratschnig abschließend.

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