Tote, keine Gehälter

Neue Horror-Vorwürfe gegen WM-Gastgeber Katar

2022 ist es so weit: Die Fußballweltmeisterschaft findet im Wüstenstaat Katar statt. Doch nun, rund dreieinhalb Jahre vor dem Mega-Event, tauchen neue Horror-Vorwürfe gegen den Gastgeber auf.

Von schweren Unfällen mit Todesfolge, Misshandlungen sowie nicht ausbezahlten Gehältern ist die Rede. Gastarbeiter aus Nepal stellen im WDR-Magazin „Sport inside“ die Firma TAWASOL, die als Subunternehmer am Bau des Stadions Al Bayt in Al Khor, an den Pranger.

„Zwei Arbeiter sind vor meinen Augen gestorben“
„Wir hatten Angst um unsere Sicherheit, vor allem in großer Höhe. Zwei Arbeiter sind vor meinen Augen im Stadion gestorben. Wir standen unter Schock. Wir haben uns geweigert weiterzuarbeiten, doch die Vorgesetzten zwangen uns“, so Nagindar Yadav, der ein Jahr lang auf der Baustelle Al Bayt arbeitete.

Zudem erzählt er: „Sieben Arbeiter wurden grundlos im Büro von TAWASOL verprügelt - und wenn wir krank waren, durften wir nicht im Bett bleiben, sondern mussten zur Strafe raus in die Hitze.“

FIFA geht Vorwürfen nach
Die FIFA meldete sich dazu bereits zu Wort: „Uns ist bekannt, dass bezogen auf die Firma TAWASOL Verstöße gegen die Standards für die Arbeiter festgestellt worden sind.“ Diesen Vorwürfen wollen man nun nachgehen.

Komitee weiß von nichts
Das WM-Organisationskomitee in Katar sieht das ganz anders und schließt aus, dass es die beschriebenen Todesfälle auf der Baustelle gab. Auch von Misshandlungen sei dem Komitee nichts bekannt.

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