04.06.2019 10:55 |

Pilotprojekt in Tirol

Mit neuer Technik gegen Geisterfahrer

Einmal pro Woche herrscht im Schnitt in Tirol Geisterfahrer-Alarm. Nun hat die Asfinag eine zu 100% automatische und aktive Geisterfahrer-Warnung in Echtzeit entwickelt und auf einer Teststrecke in Schönberg in Betrieb genommen. Federführend mitentwickelt wurde diese von Schülern der HTL Anichstraße. 

Der Autobahnbetreiber Asfinag setzt in seinen Bemühungen für mehr Sicherheit gegen Geisterfahrten auf ein neues, österreichweit einzigartiges Pilotprojekt. In Betrieb genommen wurde es gestern auf der Auffahrtsrampe Stubaital Richtung Brenner. „Hier kam es in der Vergangenheit immer wieder zu brenzligen Situationen“, berichteten Tirols Asfinag-Geschäftsführer Stefan Siegele und Abteilungsleiter Dietmar Harbauer:

„Viele Lenker drehten einfach um
„Ich bin selbst oft hier unterwegs. Dabei kam es immer wieder mal vor, dass Fahrzeuglenker der Mautstelle Schönberg vermutlich ausweichen wollten, einfach umdrehten und diese Rampe als Falschfahrer nutzten.“ Seit gestern ist die Wahrscheinlichkeit für Zwischenfälle dieser Art deutlich geringer.

Denn mit vier LED-Tafeln und ausgeklügelter Technik erhalten Lenker nun automatisch eine deutliche optische Warnung, wenn sie die Rampe in die falsche Richtung befahren. „Gleichzeitig wird auch der Gegenverkehr gewarnt, dass gerade ein Fahrzeug in der falschen Richtung unterwegs ist. Alles in Echtzeit“, erläutert der Asfinag-Chef.

„Wir prüfen das System nun ein Jahr lang“
Das Besondere dabei ist aber auch die technische Umsetzung: Zwei Schüler der HTL Anichstraße Innsbruck, Florian Schiferer und Martin Thaler, tüftelten an der Projektierung, Programmierung und schließlich sogar beim Bau der technischen Steuerung der gesamten Teststrecke. „Wir schauen jetzt ein Jahr lang ganz genau, wie sich das System bewährt und entscheiden dann, ob wir es auch an anderen Auffahrtsrampen einsetzen können“, betont Siegele.

Absolutes Neuland
„Geisterfahrten können verheerende Unfälle auslösen. Wir bemühen uns um ständige Verbesserungen auf unserem Streckennetz. Mit diesem Projekt betreten wir Neuland“, betont der Asfinag-Chef. Laufend suche man nach Problemstellen, von denen verstärkt Geisterfahrten ausgehen. Je nach Bedarf werden Beschilderung, Beleuchtung und Bodenmarkierung angepasst oder bauliche Änderungen durchgeführt. Externe Experten prüfen Straßenabschnitte auf mögliche Gefahrenquellen.

Mit Erfolg: Mit 39 % Minus wies Tirol im Vorjahr den stärksten Rückgang bei den Ö3-Geisterfahrer-Meldungen auf. Es waren 2019 in Summe 42.

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