24.04.2019 06:00 |

Bilanz der Bergretter

1584 Menschen wurden aus höchster Not gerettet

Es war ein arbeitsintensiver Winter für die steirischen Bergretter: Unterm Strich gab es im Jahresvergleich um rund 25 Prozent mehr an Einsätzen abzuarbeiten; dieser enorme Anstieg ist dem Schneechaos im Jänner in der Obersteiermark geschuldet. Die 1700 ehrenamtlichen Retter, die oftmals ihr Leben für leichtsinnige Wanderer riskieren, blieben von schweren Verletzungen verschont.

Die Spitze der steirischen Bergrettung zog zufrieden Bilanz: Zu 1914 Einsätzen wurde man im Winter gerufen, 1584 in Not geratene Personen konnten gerettet werden, 312 blieben unverletzt. Zehn Menschen kamen in den steirischen Bergen allerdings ums Leben.

Schneemassen sorgten für Plus
„Vom Einsatzprofil blieb alles in der Norm, nur bei Pistenbergungen gab es einen leichten Anstieg. Das Plus von 25 Prozent ergibt sich vorrangig aus den drei Jänner-Wochen, in denen wir wegen der Schneemassen Assistenzleistungen in der Obersteiermark abgewickelt haben – in dieser Zeit waren das rund 90 Prozent unserer Einsätze“, berichtet Landesleiter-Stellvertreter Stefan Schröck.

„Sehr arbeitsintensiv“
Besonders spektakulär war der Einsatz in Ramsau, wo der Restaurantbereich eines Hotels von einer Lawine getroffen wurde, es zum Glück aber weder Tote noch Verletzte gab. „Auch die beiden Liftevakuierungen auf der Aflenzer Bürgeralm und der Reiteralm waren sehr arbeitsintensiv für uns“, weiß Schröck, der wie der Rest der 1700 ehrenamtlichen Bergretter zum Glück von schweren Verletzungen verschont blieb.

Alexander Petritsch
Alexander Petritsch
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