Di, 21. Mai 2019
21.04.2019 07:00

400 Mitarbeiter

Bayrische Gesellschaft übernimmt das Nidec-Werk

Das Tauziehen um das Fürstenfelder Kompressorenwerk Nidec mit 400 Mitarbeitern ist zu Ende. Und es gibt ein Osterpräsent für die Oststeirer: Die private bayrische Kapital-Gesellschaft Orlando hat, wie am Karsamstag bekannt wurde, den Übernahme-Vertrag unterschrieben. Und zwar mit allen EU-Auflagen.

Josef Pesserl war es, der die frohe Botschaft verkünden konnte. Der Arbeiterkammer-Präsident war, als Feuer am Dach war, so wie andere Politiker, etwa Othmar Karas, VP-Spitzenkandidat bei der Europawahl, nach Brüssel zur EU-Generaldirektion gepilgert. „Um zu retten, was zu retten ist!“

Hat sich offensichtlich gelohnt: Die Münchner Orlando AG, eine private Finanzierungsgesellschaft, die sich (laut Eigendefinition) auf Investitionen in Unternehmen in Sondersituationen konzentriert, wird Nidec übernehmen.

34 Millionen Euro sollen investiert werden
Über die genauen Details ist wenig bekannt, außer, dass Orlando sämtliche Auflagen der EU-Kommission erfüllen wird. Sprich: Investitionen in den Standort, Erhalt der Waschmaschinensparte und Ausbau von Forschung und Entwicklung. Von 34 Millionen Euro ist die Rede. Orlando gibt auf seiner Homepage übrigens an, über ein verwaltetes Kapital von einer halben Milliarde Euro zu verfügen.

EU-Kommission bestand auf Verkauf
Die bewegte Geschichte des Standorts geht damit also weiter. Nach turbulenten Jahren mit mehreren Eigentümerwechseln übernahm der japanische Konzern Nidec 2017 und wälzte große Ausbaupläne. Weil Nidec nun aber eine brasilianische Firma übernimmt, bestand die EU-Kommission auf den Verkauf des Fürstenfelder Kompressorenwerks, weil sie eine zu große Marktmacht befürchtete.

Gerhard Felbinger
Gerhard Felbinger

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