Di, 23. April 2019
03.04.2019 11:35

Anwalt eingeschaltet

Universität droht Klage nach Panne bei Prüfung

Vom Regen in die Traufe: Die Prüfungs-Blamage an der Juridischen Fakultät könnte für die Universität Salzburg weitere Konsequenzen nach sich ziehen. Denn: Die Aberkennung der Prüfung sei möglicherweise rechtswidrig. Studentenvertreter haben einen Anwalt eingeschaltet: Eine Amtshaftungsklage steht im Raum.

„Es gibt keine Rechtsgrundlage, die besagt, dass die Ergebnisse der Fachprüfung einfach so aberkannt werden können. Das hat uns der Anwalt, der mit diesem Fall betraut ist, mitgeteilt“, berichtet Tobias Neugebauer, Mitglied des Sozialdemokratischen Studentenverbands. Viele wütende Studenten haben sich in den vergangenen Tagen per Mail oder Facebook an die Studienvertretung und an die ÖH gewandt, um ihrem Ärger Luft zu machen.

Die Annullierung der Prüfung hat für viele Studenten negative Konsequenzen. „Betroffene müssen nun länger Studiengebühren bezahlen, weil sie ein Semester anhängen müssen oder verlieren die Studienbeihilfe. Es kann auch sein, dass die Uni für diese finanziellen Schäden zahlen muss“, so Neugebauer.

Mittlerweile steht sogar eine Amtshaftungsklage im Raum. Der Vertreter des Studentenverbands hat sich an einen Rechtsanwalt aus Wien gewandt, um den Fall überprüfen zu lassen. Für heute ist ein Gespräch zwischen Vizerektor Erich Müller, dem ÖH-Vorsitzendem Felix Klein und dem Studentenvertreter Neugebauer angesetzt, um zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen. Dabei wird sich zeigen, wie sich die Panne für die Uni und deren Studenten auswirkt.

Stephanie Angerer
Stephanie Angerer

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