„Kindisch & dümmlich“

Spendenversuch von Identitären-Chef verärgert SPÖ

Österreich
02.04.2019 06:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die SPÖ hat sich Montagabend verärgert über den Versuch von Identitären-Sprecher Martin Sellner gezeigt, ihr eine Spende von 15 Euro zukommen zu lassen. In einem Tweet sprach die Partei von einem „schlechten Scherz“. Die Überweisung sei fehlgeschlagen, „doch so oder so: Geld von Rechtsextremen würden wir nie annehmen!“.

Sellner, der vom Attentäter von Christchurch eine Spende in Höhe von 1500 Euro erhalten hatte, wollte damit auf seiner Meinung nach ungerechtfertigte Reaktionen hinweisen. Die SPÖ habe zum Attentäter jetzt „eine ähnlich große Verbindung“ wie er, meinte er Ende vergangener Woche.

SPÖ: „Kindische und dümmliche PR-Gags“
„Statt solche kindischen und dümmlichen PR-Gags zu fabrizieren, sollte Herr Sellner lieber nachdenken, warum ein rechtsextremer Attentäter ihm Geld schickt - und ihm offenbar im Geiste nahesteht“, meinte man bei der SPÖ.

Sie dürfte nicht alleinige Adressatin dieser Aktion sein. Auch die britische Organisation „HOPE not hate“ berichtete via Twitter von einer Spende des „Rassisten“ in Höhe von zehn Pfund (11,65 Euro), die man umgehend retourniert habe.

Kurz will Berichtspflicht ändern
Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) will Medienberichten zufolge indes die Berichtspflichten der Nachrichtendienste ändern. Künftig sollen demnach das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), das Abwehramt und das Heeresnachrichtenamt auch an Kanzler und Vizekanzler Informationen weitergeben.

In der Volkspartei geht man davon aus, dass die FPÖ die Pläne auch im eigenen Interesse mittragen werde. Bereits im Regierungsprogramm wurde eine entsprechende Reform fixiert. Auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen hatte diesen Schritt empfohlen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Österreich
02.04.2019 06:00
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung