So, 24. März 2019
14.03.2019 12:21

Rund 1500 Trauernde:

Tausende Tränen für Promi-Wirt

„Erich liebte und lebte“ erzählte ein Angehöriger in der Altenmarkter Pfarrkirche. An die 1500 Menschen nahmen beim Begräbnis vom beliebten und bekannten Flachauer Wirten Erich T. teil. Die Trauer war in der Luft zu spüren, Tränen zeichneten unzählige Gesichter. Selbst der Himmel verabschiedete sich

Weiße und violette Blumen zierten den Sarg von Erich T., während der Pfarrer das Gebet sprach. Kein Platz blieb in der Kirche leer. Die Anteilnahme an der Trauerfeier um den tragisch verstorbenen Erich T. (57) war immens – geschätzt dürften an die 1500 Menschen dem Begräbnis beigewohnt haben. Noch bevor die Trauernden das Gotteshaus betraten, standen sie um den Sarg und es begann leicht zu rieseln. In einem Moment öffneten sich die Wolken und ein Sonnenstrahl erhellte den Platz vor der Kirche. Während aus etlichen Augen Tränen flossen, sendeten Jagdhornbläser und Blasmusikanten einen klangvollen Abschiedsgruß. Es war eine Trauerfeier für einen Menschen „mit Herz“.

Unfall oder Mord? Ein mysteriöser Todesfall
Am 3. März, kurz nach Mitternacht, starb Erich T. durch einen einzelnen Stich in die linke Brusthälfte, welche seine Lunge traf. Er verblutete innerlich in der Küche des Hotels Lisa.

Von einem Streit, sprach Petronela T. (30) in ihrem bislang letzten Verhör, erwähnte auch ein Handgemenge bei der sie die Tatwaffe – ein kleineres Küchenmesser – in der Hand hatte. Einen Vorsatz negiert sie jedoch. Ihr Verteidiger, der Salzburger Anwalt Kurt Jelinek, präzisiert: „Es war ein tragischer Unfall“.

Da ein Fremdverschulden nicht ausgeschlossen wird, ermitteln die Behörden wegen des Verdachts des Mordes. Die gebürtige Rumänin und langjährige Geliebte des Wirten ist derzeit in U-Haft.

Die fragwürdige Rolle der Ehefrau zur Tatzeit
Noch gibt es keine neuen Ermittlungsergebnisse: Zurzeit werden Zeugen verhört und Spuren analysiert. Ein toxikologisches Gutachten ist ebenso noch ausständig.

Petronela T.s Verhalten zur Tatzeit birgt einige Fragezeichen: Einerseits ließ sie ihren Ehemann im blutigen Hemd liegen und informierte Mitarbeiter. Andererseits wartete sie auch auf die Rettung, wies sogar die ankommenden Polizisten ein. Zudem war sie stark betrunken: 2,4 Promille hatte sie laut Alko-Test intus. Trotz ihres Zustandes wurde sie knapp drei Stunden nach dem Tod ihres Gatten von der Polizei einvernommen. Dies kritisiert Jelinek. Es ist aber im Rahmen der Polizeiarbeit.

Antonio Lovric

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Polizistenmutter tot
Sechster Frauenmord in NÖ: Enkel (28) festgenommen
Niederösterreich
Karriere-Desaster
Die peinlichsten Rollen der Hollywoodstars
Video Stars & Society
Neue Regelung ab 2020
Airbnb: Regierung legt härtere Gangart ein
Reisen & Urlaub
Gesunder Schlaf
Träumen Sie sich jung!
Gesund & Fit
„Fall Clementinum“
Misshandlung: Letzter Akt im Pflegeheim-Skandal
Niederösterreich
Kolumne „Im Gespräch“
Wie ein König
Life
Auch Spanien gewinnt
19-jähriges Supertalent bringt Italien Pflichtsieg
Fußball International
Linz in der Relegation
24:19! Graz gewinnt überraschend bei Bregenz
Sport-Mix
Coyotes können punkten
Niederlagen für Raffl und Grabner in der NHL!
Eishockey

Newsletter