09.03.2019 14:14 |

15.(!) Saisonsieg

Shiffrin schreibt Geschichte! Truppe auf Rang vier

Mikaela Shiffrin schreibt weiter Geschichte: Die US-Amerikanerin gewann am Samstag den Slalom in Spindlermühle und fixierte somit ihren 15. Sieg in dieser Saison. Damit löste sie die Schweizerin Vreni Schneider (14 Siege) als Rekordhalterin ab. Zweite wurde die Schweizerin Wendy Holdener (+0,85 Sekunden), Dritte wurde Petra Vlhova (+2,03) aus der Slowakei. Erfreulich aus österreichischer Sicht: Katharina Truppe zeigte groß auf und landete im Slalom als beste ÖSV-Dame auf Rang vier (+2,63).

Shiffrin überbot den 30 Jahre alten Rekord von Vreni Schneider. Die Schweizerin hatte 1988/89 14 Siege in einer Weltcup-Saison geschafft. „Ich wollte heute nichts verteidigen, sondern mit Risiko angreifen“, sagte Shiffrin, die als Halbzeit-Leaderin 0,37 Sekunden schneller als Holdener gewesen war. „Es ist ein sehr feuchter Schnee. Ich habe versucht, möglichst keine Fehler zu machen. Man muss wirklich hart attackieren und man muss immer nach vorne schauen.“ Die kleine Kristallkugel für die Disziplinwertung hatte sich Shiffrin, die auch Gesamtweltcup-Gewinnerin ist, dank sechs Siegen bereits vor dem zweitletzten Slalom des Winters gesichert. Beim Finale in Soldeu wird sie voraussichtlich zumindest noch die kleine Kugel für den RTL-Weltcup holen - Shiffrin hat einen 97-Punkte-Vorsprung vor Weltmeisterin Vlhova zu verteidigen. Im Super-G hat sie auf Tina Weirather aus Liechtenstein 32 Punkte Vorsprung.

Die Halbzeit-16. Truppe war bisher im Weltcup nur in einem Team-Event (Aare 2018) einmal Vierte gewesen. „Ich bin jetzt froh, dass ich im zweiten Schadensbegrenzung gemacht habe, nachdem ich mich im ersten so eingeparkt habe“, meinte die 23-Jährige in einer ersten Reaktion im ORF-Fernsehen. „Ich habe gedacht: hopp oder dropp - entweder liege ich draußen oder ich fahre auf Anschlag. Und es ist echt aufgegangen, das ist voll lässig“, freute sich Truppe. Am Vortag hatte sie in dem Ski-Ressort an der Grenze zu Polen als Achte bereits ihr bestes Riesentorlauf-Resultat eingefahren. Inklusive der WM in Aare hat Truppe nun vier Top-Ten-Plätze in Folge zu Buche stehen. „Es läuft einfach zurzeit ganz gut. Spindlermühle mag ich, da komme ich gerne noch einmal her“, betonte sie.

Teils heftiger Schneefall hatte den ersten Lauf zu einer heiklen Angelegenheit werden lassen. Auch Truppe hatte mit der weichen Piste ihre Probleme und blieb nicht fehlerfrei. Die Ausgangsposition für die Entscheidung hatte für zwei andere ÖSV-Läuferinnen besser ausgesehen: Katharina Liensberger lag auf dem fünften Zwischenrang, Bernadette Schild war Siebente. Beide fädelten jedoch im Finale ein. Bei Liensberger passierte das Missgeschick schon nach vier Toren. Truppe, Liensberger und Schild waren schon für das Weltcup-Finale in Soldeu qualifiziert gewesen. Als 18. in Spindlermühle sicherte sich auch Katharina Huber - und damit die vierte Dame aus dem WM-Quartett - endgültig ihr Ticket für Andorra. Chiara Mair (22.) und Michaela Dygruber (24.) werden beim Saison-Ausklang hingegen nicht dabei sein. Hannah Köck schied bereits im ersten Durchgang aus.

Das Ergebnis:
1. Mikaela Shiffrin (USA) 1:38,98 Minuten
2. Wendy Holdener (SUI) +0,85 Sekunden
3. Petra Vlhova (SVK) +2,03
4. Katharina Truppe (AUT) +2,63
5. Kristin Lysdahl (NOR )+2,73
6. Anna Swenn-Larsson (SWE) +2,75
7. Frida Hansdotter (SWE) +2,80
8. Meta Hrovat (SLO) +3,13
9. Emelie Wikström (SWE) +3,30
10. Christina Geiger (GER) +3,31
11. Charlotta Säfvenberg (SWE) +3,35
12. Mina Fürst Holtmann (NOR) +3,38
13. Aline Danioth (SUI) +3,40
14. Elena Stoffel (SUI) +3,60
15. Gabriela Capova (CZE) +3,81
16. Nastasia Noens (FRA) +3,82
17. Lena Dürr (GER) +3,94
18. Katharina Huber (AUT) +4,10
19. Maren Skjöld (NOR) +4,22
20. Marlene Schmotz (GER) +4,27
21. Chiara Costazza (ITA) +4,50
22. Chiara Mair (AUT) +4,74
23. Martina Dubovska (CZE) +5,00
24. Michaela Dygruber (AUT) +5,02
25. Irene Curtoni (ITA) +5,34
26. Ylva Staalnacke (SWE) +5,40
27. Ana Bucik (SLO) +5,41
28. Sara Hector (SWE) +5,45

Ausgeschieden im 1. Durchgang u.a.: Hannah Köck (AUT), Erin Mielzynski (CAN), Mireia Gutierrez (AND)
Ausgeschieden im 2. Durchgang: Bernadette Schild (AUT), Katharina Liensberger (AUT)

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