Mo, 20. Mai 2019
13.02.2019 21:54

Europa League

Rapid sieht sich gegen Inter nicht als chancenlos!

Auf den SK Rapid wartet zum Jahresbeginn eine echte Mammutaufgabe: Italiens 18-facher Champion Inter Mailand gastiert am Donnerstag (ab 18.55 Uhr LIVE im sportkrone.at-Ticker) im Hinspiel des Sechzehntelfinales der Europa League im ausverkauften Allianz Stadion. Auch wenn die Rollen nicht klarer verteilt sein könnten, spekulieren die Hütteldorfer vor eigenem Publikum mit einer Überraschung.

„Es ist natürlich so, dass man für solche Spiele lebt“, betonte Rapid-Coach Dietmar Kühbauer am Mittwoch. Sein Team gehe als „klarer Außenseiter“ ins Rennen. „Das Schöne im Fußball ist aber, dass man nie weiß, was passieren kann. Die Jungs haben die Möglichkeit, einen großen Gegner in die Knie zu zwingen und wissen, dass sie dafür alles abrufen müssen, was in ihnen steckt“, verlautete der 47-Jährige. Positiv stimmt ihn die Europacup-Performance seiner Truppe im Herbst. „In der Europa League haben wir immer gute Leistungen gebracht, das wollen wir auch am Donnerstag zeigen. Vor vollem Haus wollen wir schon schauen, mindestens einen Punkt zu holen“, so Kühbauer.

Das scheint nicht unwahrscheinlich, Rapid ist im Europacup acht Heimspiele ungeschlagen, holte fünf Siege und drei Remis. In der jüngsten Gruppenphase musste man gegen Spartak Moskau (2:0), Glasgow Rangers (1:0) und Villarreal (0:0) keinen Gegentreffer hinnehmen. Inter verlor demgegenüber sechs der sieben jüngsten Auswärtspartien auf europäischer Ebene. In der Europa League gab es für die „Nerazzurri“ vier Niederlagen in der Fremde in Folge, siebenmal en suite zudem keinen Sieg. Rapid könnte zudem entgegenkommen, dass ausgerechnet am Tag vor dem Spiel große Unruhe bei Inter herrschte. Stürmerstar Mauro Icardi wurde von Trainer Luciano Spalletti als Kapitän abgesetzt und auch nicht in den 19-Mann-Kader berufen. Mehr Infos dazu finden Sie HIER!

Insgeheim hatte er ohnehin nicht mit dem Einsatz von Inters bester Elf gerechnet. „Wir werden nicht überrascht sein, wenn ein Spieler, der lange nicht gespielt hat, am Platz steht“, so Kühbauer. Neben Icardi traten auch Joao Mario und Keita Balde nicht die Reise nach Wien an. Zudem fehlen die beiden gesperrten Stützen Milan Skriniar und Marcelo Brozovic. Kühbauer kann abgesehen von Neo-Stürmer Aliou Badji aus dem Vollen schöpfen. „Wir dürfen das Spiel nicht nur als Highlight sehen, sondern müssen schon daran glauben, dass wir was machen können. Respekt muss da sein, aber am Platz abgelegt werden“, forderte der Rapid-Trainer.

Für seine Kicker ist es ein „absolutes Karriere-Highlight“, wie es Kapitän Stefan Schwab formulierte. „Wir freuen uns riesig. Inter ist ein Weltklasseteam, es wird richtig geil“, sagte der 28-Jährige. Die Hoffnung auf eine Überraschung am Tag von Richard Strebingers 26. Geburtstag ist da. „Sie haben in den letzten Wochen nicht viele Tore erzielt. Wir müssen schauen, sie gut vom Tor fernzuhalten, wenig Chancen zuzulassen. Ich glaube als Mannschaft können wir sie stoppen“, blickte Schwab positiv nach vorne. Das würde ihm keinen Familienzwist mit seiner Gattin bringen, die Halb-Italienerin ist. „Sie ist ein Rapid-Fan durch und durch, da gibt es keine Diskussion daheim“, so Schwab.

Die Entscheidung um den Aufstieg fällt kommende Woche im Giuseppe-Meazza-Stadion. Das Highlight könnten einige Rapid-Kicker verpassen. Neben Schwab sind auch Veton Berisha, Andrei Ivan, Mert Müldür und Manuel Martic gelbvorbelastet. Bei Inter muss nur Ivan Perisic aufpassen. „Natürlich weiß man das, aber spätestens im Match hast du keine Option. Wenn du ein Foul machen musst, musst du es machen“, gab Schwab Einblick. Für Rapid ist es erst der zweite Auftritt überhaupt in der K.-o.-Phase der Europa League. Der erste ist so manchem Akteur noch in schmerzlicher Erinnerung. Im Frühjahr 2016 hatte es im Duell mit Valencia eine Gesamt-0:10-Abfuhr gegeben.

„Wir wollen diese Scharte ausmerzen und zeigen, dass wir auch im Sechzehntelfinale Paroli bieten können“, gab Schwab die Marschroute vor. Im bisher einzigen Duell mit Inter kam in der ersten UEFA-Cup-Runde 1990/91 nach einem 2:1-Heimsieg in der Verlängerung des Rückspiels für die Wiener das Aus. Die Partie ist ausverkauft. Unter den 23.850 Zuschauern wird auch Alfred Körner sein, der am Matchtag seinen 93. Geburtstag feiert und dafür offiziell beglückwünscht wird. Rund 2000 Anhänger werden Inter die Daumen drücken. Erstmals in der Geschichte gab es bei Rapid keinen freien Kartenverkauf mehr.

SK Rapid Wien - Inter Mailand
Wien, Allianz Stadion, 18.55 Uhr, SR Tobias Stieler/GER
Mögliche Aufstellungen:

Rapid: Strebinger - Müldür, Sonnleitner, Dibon, Bolingoli - Schwab, Grahovac - Murg, Knasmüllner, Ivan - Berisha
Ersatz: Knoflach - Hofmann, Auer, Potzmann, Barac, D. Ljubicic, Martic, Thurnwald, Schobesberger, Alar, Pavlovic
Es fehlen: Badji (nicht einsatzberechtigt), Szanto (Aufbautraining)
Inter: Handanovic - D‘Ambrosio, De Vrij, Ranocchia, Asamoah - Nainggolan, Vecino - Candreva, Valero, Perisic - Martinez
Ersatz: Padelli/Berni - Miranda, Nolan, Cedric Soares, Schiro, Roric, Politano
Es fehlen: Brozovic, Skriniar (beide gesperrt), Joao Mario, Icardi, Dalbert, Balde (alle nicht im Kader)

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