So, 17. Februar 2019
23.01.2019 12:43

„Resi“-History

Die Zombie-Apokalypse tobt schon seit 23 Jahren!

21 Jahre nach dem Original bringt Capcom dieser Tage den zweiten Teil von „Resident Evil“ als Remake für die aktuellen Konsolen zurück. Für die Fans, von denen viele den zweiten als besten Teil in Erinnerung behalten haben, ein Grund zur Freude - siehe Testvideo oben! Und für krone.at Grund genug, sich in aller Ausführlichkeit der Geschichte der kultig-gruseligen Zombie-Reihe zu widmen.

Den Anfang machte Serienschöpfer Shinji Mikami, der heute bei Platinum Games ist, im Jahr 1996 mit „Resident Evil“ auf der Sony PlayStation. Er entfesselt darin die Zombie-Apokalypse in einem düsteren Herrenhaus.

Der Survival-Horror-Titel sorgte mit vorgerenderten 3D-Umgebungen, fixer Kameraperspektive und für damalige Verhältnisse Furcht einflößenden Untoten für Aufsehen und sollte sich noch Umsetzungen für Sega Saturn und Windows erfreuen.

Der zweite gilt als bester Serienteil
Zwei Jahre später folgte 1998 der jetzt neu interpretierte Teil, in dem sich die Handlung um den mysteriösen T-Virus der fiesen Umbrella Corporation, der Menschen in durch die düstere Raccoon City marodierende Untote verwandelt, weiter zuspitzt.

Mit Mutanten und Intrigen angereichert, gilt der zweite Teil - erschienen für PC, N64, Dreamcast und Gamecube - bis heute als Glanzlicht der „Resident Evil“-Geschichte.

Für ein Maximum an Gänsehaut sorgte im zweiten Teil - wie eigentlich auch in jedem anderen - die permanente Munitionsknappheit, die zum präzisen Zielen zwingt und Verschwendung gnadenlos bestraft.

„Resident Evil 3“ setzte auf mehr Action
Nur ein Jahr später, im Jahr 1999, erschien für PC, Dreamcast und GameCube „Resident Evil 3“ mit dem Zusatztitel „Nemesis“. Der sorgte nicht nur für ein Wiedersehen mit alten Bekannten aus dem ersten Teil, sondern spielte sich auch deutlich actionreicher als die ersten beiden Teile - mit einem besonders fiesen titelgebenden Boss-Mutanten, der den Spielern lang in Erinnerung geblieben ist.

„Code Veronica“ debütierte auf der Dreamcast
2000 folgte die nächste Veröffentlichung: „Resident Evil - Code Veronica“. Es handelte sich um den ersten Teil der Zombie-Saga, der nicht zuerst für die PlayStation erschienen ist, sondern auf Segas letzter Konsole Dreamcast. Die bot deutlich mehr Power als die PlayStation, weshalb in diesem Teil erstmals keine vorgerenderten, sondern in Echtzeit berechnete Levels zu bewundern waren.

An der bekannten Spielmechanik mit fixer Kameraperspektive, reichlich Schockmomenten und steter Munitionsknappheit ändert sich in diesem Teil nichts, wohl aber an der Story, die diesmal globaler wird und sich unter anderem in Europa und auf einem abgelegenen Pazifik-Eiland spielt - selbstverständlich, wir sind ja bei „Resident Evil“, voll wandelnder Kadaver. „Code Veronica“ erschien später auch für PS2 und Gamecube, eine HD-Neuauflage kam auf PS3 und Xbox 360.

Exklusiv-Deal mit Nintendo
2002 folgten gleich zwei „Resident Evil“-Games, wovon allerdings nur eines neu war. Der erste Teil erschien als Remake für den Gamecube mit besserer Grafik, das später auch für so gut wie alle später erschienenen Konsolen veröffentlicht wurde - Wii, PS3, PS4, Xbox 360, Xbox One. Und beim neuen Spiel handelte es sich um „Resident Evil Zero“.

Dieser fünfte Teil der Hauptreihe erschien zunächst exklusiv für Nintendos Gamecube. Die Kult-Firma aus Kyoto hatte sich ab 2002 drei exklusive „Resident Evil“-Games für ihre neue Konsole gesichert, die später allerdings allesamt auch für andere Systeme veröffentlicht wurden. „Resident Evil Zero“ ist dabei zeitlich vor dem allerersten Teil angesiedelt und erzählt dessen Vorgeschichte aus Sicht einer Ärztin, die den mysteriösen T-Virus und seine Folgen untersuchen soll.

In „Resident Evil 4“ aus dem Jahr 2005 bricht die Serie mit einigen alten Traditionen und streicht die fixe Kameraperspektive zugunsten einer Third-Person-Ansicht. Überhaupt wird „Resident Evil“ mit dem zuerst für Gamecube und später für PC, Wii, PS2, PS3, PS4, Xbox 360 und Xbox One umgesetzten vierten Teil deutlich actionreicher und ersetzt die Zombies zur Abwechslung einmal mit von fiesen Parasiten ferngesteuerten Hinterwäldlern. Bei den Spielern kam der Teil gut an.

Der vier Jahre später für PS3 und Xbox 360 erschienene nächste Teil „Resident Evil 5“ knüpft an den vierten Teil an und ist abermals ein Third-Person-Abenteuer, in dem man sich recht großer Horden von Infizierten erwehren muss. Der fünfte Teil erfreute sich abermals großer Beliebtheit und gilt als einer der meistverkauften Serienableger.

In „Revelations“ kehrt der T-Virus zurück
Zwischen fünftem und sechsten Teil angesiedelt ist „Resident Evil Revelations“, das ursprünglich für Nintendos Mobilkonsole 3DS und später auch für PC, PS3, Xbox 360 und Wii U umgesetzt wurde. Dieser 2012 erschienene Teil näherst sich eher den alten Klassikern an und spielt mit Langsamkeit, Grusel und Munitionsknappheit. Überdies beschäftigt man sich wieder mit dem T-Virus und Untoten statt mit parasitär Infizierten.

2012 folgte der sechste Teil der Haupt-Saga, zunächst für PS3 und Xbox 360, später auch für PC und PS4. In „Resident Evil 6“ kehrt man auch am großen Bildschirm zurück zu den T-Virus-Zombies und spinnt abermals eine verworrene Story über Biowaffen und Weltverschwörungen auf. Das ist opulent inszeniert und relativ actionreich, verkauft sich auch gut, ließ für viele Fans aber ein wenig den Gruselfaktor missen.

2015 veröffentlicht Capcom mit „Revelations 2“ einen weiteren Ableger, der sich mehr auf Survival-Horror und weniger auf Action konzentriert. Das gefällt den Fans und macht den für PC, PS3, PS4, Xbox 360 und Xbox One sowie PS Vita erschienenen Teil zum Tipp für Fans der ersten Teile. Ein klein wenig ist die Luft aus der Zombie-Geschichte aber mittlerweile draußen.

Irre Menschenfresser statt hirnloser Zombies
Das realisiert auch Publisher Capcom und stellt die Serie 2017 auf neue Beine. Statt fieser Zombies, Mutanten und Biowaffen gibt es im neuen, für PC, PS4 und Xbox One erschienenen Teil „Resident Evil 7: Biohazard“ eine irre Menschenfresser-Familie als Kontrahenten, freilich nicht ohne Verbindung zur Umbrella Corpopration und der in der „Resident Evil“-Zeitlinie später angesiedelten Zombie-Apokalypse. Es war der erste Teil mit First- statt Third-Person-Perspektive.

Damit haben wir alle Hauptteile Revue passieren lassen - und noch nicht einmal an den vielen Ablegern gekratzt, die im Laufe der letzten Jahrzehnte aus der „Resident Evil“-Reihe hervorgegangen sind. Da gab es etwa Rail-Shooter, die eine oder andere Handheld-Umsetzung und auch Online-Shooter, von denen den Fans allerdings die wenigsten nachhaltig in Erinnerung geblieben sind.

Als erfolgreicher sollte sich „Resident Evil“ auf der Leinwand erweisen. Seit 2002 sind insgesamt sechs Realfilme zur Reihe über die Leinwand geflimmert. Star der Realfilmreihe wurde die ukrainische Schauspielerin Milla Jovovich, bekannt unter anderem aus „Das fünfte Element“.

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