So, 17. Februar 2019
08.02.2019 09:02

Alles natürlich

Ciao, Pille: So kommt der Körper wieder in Balance

Immer mehr Frauen sagen hormoneller Verhütung den Kampf an und setzen die Pille ab - mit gesundheitlichen Folgen. Haarausfall, unreine Haut und ausbleibende Menstruation sind häufige Nebenwirkungen, die in den ersten Wochen nach dem Absetzen auftreten können. Doch es zahlt sich aus, durchzuhalten: Stimmungsschwankungen bessern sich meist, das Gewicht bleibt stabil und oft kehrt auch die Lust auf Sex zurück. Doch um den Körper wieder in Balance zu bringen, natürlich zu verhüten und nicht mehr mit Hormonen zu belasten, ist das Wissen rund um den weiblichen Zyklus, Vitalstoffe und Hormone Voraussetzung.

Wie viele Frauen nehmen die Pille?
Einer repräsentative Online-Umfrage des Pharmaunternehmens Gynial* nach haben Österreicherinnen ihre erste Menstruation durchschnittlich am häufigsten im Alter von 13 Jahren (27 Prozent). Im Alter von 16 Jahren haben sie mit einer Häufigkeit von 24 Prozent zum ersten Mal Sex (17 Jahre: 20 Prozent). Junge Frauen mit höherer Bildung sind da später dran als andere. Beim ersten Geschlechtsverkehr haben 47 Prozent mit einem Kondom verhütet, immerhin bereits 35 Prozent mit der „Pille“. Neun Prozent haben laut den Angaben „aufgepasst“. 19 Prozent der Frauen benutzen die „Pille“, bei den 18- bis 29-Jährigen sind es 41 Prozent. Das Kondom verwenden 16 Prozent (Spiralen: fünf Prozent). Sechs Prozent verhüten, indem sie „aufpassen“.

Passt meine Verhütungsmethode (noch) zu mir?
48 Prozent der Befragten gaben an, regelmäßig einmal im Jahr zur Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen zu gehen, sechs Prozent nie, 18 Prozent sogar zweimal im Jahr. 73 Prozent lassen im Rahmen der Kontrolluntersuchung auch einen Krebsabstrich durchführen. Bei dieser Gelegenheit wird mit dem behandelnden Arzt oft auch vertraulich besprochen, ob das eingenommene Verhütungsmittel noch in die Lebenssituation der Frau passt bzw. wie das neue Präparat sein soll, kämpfen doch viele Frauen während der Einnahme hormoneller Verhütungsmethoden mit gesundheitlichen und psychischen Problemen. Sexuelle Unlust, Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen oder gar das Auftreten einer Thrombose gehören zu den möglichen Nebenwirkungen. Auch sind freilich Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten möglich.

Natürliche Verhütung ist nichts für Anfänger ...
Ob nun aus gravierenden gesundheitlichen Gründen oder dem Wunsch nach selbstbestimmter Sexualität: Natürliche Verhütungsmethoden erfreuen sich steigender Beliebtheit, auch wenn deren Effektivität an viele Regeln und genaues Wissen rund um die gewählte Methode und den Zyklus sowie die eigene Fertilität (Fruchtbarkeit) geknüpft ist. Wer seinen Körper kennt, kann gute Ergebnisse erzielen, dennoch ist der Pearl-Index Natürlicher Verhütungsmittel im Schnitt höher als jener von bspw. Pille oder Hormonspirale. Grund: Erkrankungen (etwa Fieber), Medikamenteneinnahme, die den Organismus beeinflusst, Stress, Ungenauigkeit bei Messungen, Unkenntnis des eigenen Zyklus sowie andere Faktoren.

... hat aber viele Vorteile!
Viele Frauen entwickeln durch die Beschäftigung mit dem eigenen Körper ein neues „Frausein“, lernen ihren Körper besser kennen. Schließlich wird nicht in den Hormonhaushalt eingegriffen und Wechselwirkungen wie bei der Pille bleiben aus. Wichtig: Informieren Sie sich ausreichend, überstürzen Sie nichts und lassen Sie sich vom Frauenarzt umfassend beraten!

Was geschieht nach Absetzen der Pille?
Wird die hormonelle Verhütung abgesetzt, kommt der Körper häufig aus der Balance, ein Spießrutenlauf beginnt. Pickelchen, Haarausfall und andere Körpersignale, die Angst machen können, sind die Folge. Nebenwirkungen treten bei manchen heftig, bei anderen Frauen nur in abgeschwächter Form auf. Trotzdem sollte man die Pille nicht unüberlegt absetzen, sondern die Vor- und Nachteile hormoneller und natürlicher Verhütung im Vorfeld genau studieren. Isabel Morelli, Autorin von „Byebye Pille“ rät dazu, einen angebrochenen Blister auf jeden Fall zu Ende zu nehmen, da „der Eisprung auch unmittelbar nach Absetzen der Pille wieder einsetzen“ und somit auch eine Schwangerschaft eintreten kann. Den größten Teil der synthetischen Hormone der Pille scheidet der Körper „nach etwa drei Monaten aus. Ein kleiner Teil kann aber durchaus mehrere Monate oder sogar Jahre im Körper bzw. im Gewebe bleiben“, so die Autorin.

„Byebye Pille: In 4 Schritten zurück zur Balance“ bietet nicht nur einen Leitfaden dafür, was der Körper nach dem Absetzen der Pille braucht, sondern erklärt auch anschaulich, wie der Zyklus funktioniert, was Hormone eigentlich tun und was Vitalstoffe mit alldem zu tun haben. Es gibt Hinweise für den richtigen Umgang mit Ärzten und stellt zahlreiche Verhütungsalternativen vor.

Sie sind auf der Suche nach einem sicheren Weg der Familienplanung - natürlich, ohne Hormone und nebenwirkungsfrei? Oder Sie wünschen sich ein Baby und wollen nichts dem Zufall überlassen? Dann ist die Natürliche Familienplanung nach Sensiplan - kurz NFP - genau das Richtige für Sie. Mit Sensiplan erkennen Sie ganz einfach und eindeutig, wann Sie fruchtbar sind und wann nicht. Wie es geht erklärt Natürlich und sicher - Das Praxisbuch.

Den Körper unterstützen
Wie schnell sich der Körper von der Pille erholt, lässt sich nicht pauschal sagen: „Jede Frau und jeder Körper reagieren auf das Absetzen anders. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle, wie z. B. der gesundheitliche Zustand vor Beginn der Einnahme, wie gut der Körper entgiften kann, das Alter der ersten Pilleneinnahme, usw. Bei manchen Frauen regeneriert sich der Körper innerhalb weniger Wochen, bei anderen dauert es über ein Jahr. Je besser der Körper unterstützt wird, umso schneller wird es gelingen“, so Morelli. Sie empfiehlt, den Körper mindestens drei Monate zu unterstützen, bis eventuelle Beschwerden wie Haarausfall, Akne und ein Hormonungleichgewicht allmählich verschwinden.

Oft schon kann eine Besserung mit der Einnahme gewisser Vitalstoffe (wie etwa Vitamin C, Vitamin B6 und B12 und Vitamin D) und Mineralstoffen (Magnesium, Zink, Selen, Jod, Eisen ...) erreicht werden, wenngleich diese nicht schon nach wenigen Tagen eintritt. Etwas Geduld ist gefragt!

Genauigkeit ist unerlässlich
Das hormonfreie Verhütungsmittel der Wahl ist für viele das Kondom. Es ist auch am einfachsten anzuwenden und schützt außerdem - bei korrekter Anwendung - als einziges Verhütungsmittel auch gegen sexuell übertragbare Krankheiten. Viele Menschen in langfristigen Beziehungen aber stören sich an dem hauchdünnen Gummi. Sie greifen auf andere Methoden zurück, messen täglich unterschiedliche körperliche Parameter und werten den eigenen Zyklus aus - etwa bei der symptothermalen Methode, welche die Aufwachtemperatur und Zervixschleim oder Muttermund berücksichtigt. Die Kombination dieser Körpersignale ermöglicht - nach festen Regeln - eine Auswertung des Zyklus. Andere greifen auf Zykluscomputer (Symptothermal-, Hormon-, Temperaturcomputer) oder Kalendermethoden zurück. Die Kupferspirale kommt ebenso ohne Hormone aus und bietet bei guter Verträglichkeit zudem einen Schutz für die Dauer von bis zu fünf Jahren.

„Natürlich verhüten: Sicher, pillenfrei, gefühlsecht“ beschreibt alle gängigen Methoden der natürlichen Verhütung - von NFP (Natürliche Familienplanung, Bestimmung der fruchtbaren Zyklustage) über die Barrieremethoden (zum Beispiel Diaphragma, FemCap oder Caya) bis hin zu den modernen Tools (Apps und Zykluscomputer). Außerdem wird alles Wichtige zu den verschiedenen Möglichkeiten, deren Sicherheit und praktische Anwendung verständlich und realitätsnah erklärt.

* Im Rahmen der Online-Umfrage 2017 wurden 1000 Personen zwischen 18 und 65 Jahren befragt.

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